Dauerthema Asse

Datum, 14.11.2018

Pressemitteilung

Dauerthema Asse

Zum wiederholten Mal stand die Asse auf der Tagesordnung der Cremlinger GRÜNEN. Zu Beginn der Mitgliederversammlung erläuterte Andreas Schlechtweg, grünes Ortsratsmitglied in Cremlingen, noch einmal die besondere geologische Situation des ehemaligen Bergwerks Asse II. Mittlerweile ist es Konsens in allen politischen Parteien und bei allen Beteiligten, dass eine Einlagerung nie hätte stattfinden dürfen; Konsens ist auch die Rückholung, die in der sogenannten „Lex Asse“ festgeschrieben ist. Damit endet dann aber auch schon die Einmütigkeit. Große Differenzen herrschen bei der Frage, wo das erforderliche Zwischenlager gebaut werden soll. Die Cremlinger GRÜNEN betonten, dass diese strittige Frage nicht die Rückholung verzögern darf und alle Anstrengungen unternommen werden müssen, das strahlende Inventar komplett aus dem Bergwerk zu entfernen, bevor Asse II endgültig absäuft. Es bleibt abzuwarten, wie sich der neue Leiter der BGE (Bundesgesellschaft für Endlagerung) positioniert und wie ambitioniert er die Abteufung des erforderlichen zusätzlichen Schachtes betreiben wird. Hoffnung gibt dabei die Tatsache, dass er kurz nach Amtsantritt bereits das Gespräch mit den Bürgerinitiativen gesucht hat. Die Cremlinger GRÜNEN planen für das kommende Jahr einen Besuch in der Infostelle Asse und eine Befahrung des Bergwerks, um sich vor Ort einen Überblick über die laufenden Arbeiten zur Stabilisierung und zur Vorbereitung der Rückholung, aber auch über die Probleme mit Wassereinbrüchen und Wasserhaltung zu machen.

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Rolle der Kommunalpolitik für Asse-Katastrophe soll nicht aufgearbeitet werden

Cremlingen. Die Cremlinger Grünen hatten im Juni 2016 die Forderung der Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG), die Rolle der Kommunalpolitiker bei der Entscheidung über die Einlagerung der Asse aufzuarbeiten, einstimmig unterstützt. Sie hatten ihre Kreistagsfraktion gebeten, einen Antrag in den Kreistag einbringen, in dem diese wichtige Aufarbeitung gefordert wird. Nun hat es der Kreistag auf seiner Sitzung am 25.09.2017 mit großer Mehrheit abgelehnt, sich überhaupt mit dem Antrag zu befassen.

„Wir sind empört über diese Entscheidung“, sagt die Landtagskandidatin der Cremlinger Grünen Ulrike Siemens. Neben der wissenschaftlichen Aktenaufarbeitung könnten noch lebende Zeitzeugen zu den Abläufen befragt werden. Nach Ansicht der Grünen erinnert diese Entscheidung an das Verhalten der Kommunalpolitiker in den 60er und 70er Jahren, als die Öffentlichkeit nicht ausreichend über die Fakten informiert wurde und die Betreiber schalten und walten konnten. Nach Ansicht von Ulrike Siemens lässt sich die Zukunft der Asse nur positiv gestalten, „wenn wir aus den Fehlern der Vergangenheit die richtigen Schlüsse ziehen“. Für die Grünen bleibt es unverständlich, warum die Mehrheit des Kreistages diese wichtige Geschichte nicht aufarbeiten will.

16.06.2016

Cremlinger Grünen befürworten Asse-Aufarbeitung

Abbenrode. Auf ihrer jüngsten Mitgliederversammlung diskutierten die Cremlinger Grünen über die Forderung der Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG), die Rolle der Kommunalpolitiker bei der Entscheidung über die Einlagerung der Asse aufzuarbeiten. Die Landrätin Christiane Steinbrügge hatte mitgeteilt, dass der Kreisausschuss in seiner nichtöffentlichen Sitzung diese Aufarbeitung abgelehnt hatte. Diese Entscheidung wurde auf der Mitgliederversammlung einstimmig kritisiert. „Unsere Versammlung fordert einstimmig, dass das Thema auf einer Kreismitgliederversammlung der Grünen beraten werden sollte. Unsere Fraktion sollte einen Antrag in den Kreistag einbringen, indem diese wichtige Aufarbeitung gefordert wird“ so Ulrike Siemens vom Vorstand der Cremlinger Grünen.

Neben der Aktenaufarbeitung könnten noch lebende Zeitzeugen zu den Abläufen befragt werden. Vielleicht lässt sich in Zusammenarbeit mit einer Hochschule diese Aufarbeitung realisieren.

Nach Ansicht von Dr. Christian Rothe-Auschra lässt sich die Zukunft der Asse nur positiv gestalten, „wenn wir aus den Fehlern der Vergangenheit die richtigen Schlüsse ziehen“.

07.07.2014

Resolution zum Thema Fracking

Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen in der Gemeinde Cremlingen hat auf seiner letzten Mitgliederversammlung vom 06.07.2014 einstimmig eine Resolution gegen Fracking in Niedersachsen und bundesweit verabschiedet:

Die Verpressung von Chemikalien, auch in tiefliegende Gesteinsschichten, ist mit unkalkulierbaren Risiken verbunden und muss im Sinne einer nachhaltigen Politik verhindert werden. Daher fordern wir, von jeglichen Plänen für Fracking zur Gewinnung von fossilen Energieträgern Abstand zu nehmen und rufen die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen dazu auf, den Plänen dazu, die die Landes- und die Bundesregierung laut Medienberichten haben, entschieden entgegenzutreten!

Wir fordern die konsequente Umsetzung der politisch gewollten Energiewende! Niedersachsen muss sich, so wie Deutschland, Europa und die Welt, von fossilen Brennstoffen trennen und den Ausbau erneuerbarer Energien sowie eine Steigerung der Energieeffizienz stärker fördern! Auch die aktuelle Drohung Russlands, die Ukraine und damit Europa von der Gasversorgung abzuschneiden zeigt, dass die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen Konflikte zwischen einzelnen Ländern verschärft. Fracking als Sicherung unserer Energieversorgung ist nicht akzeptabel. Der Weg hin zu zukunftsweisender und nachhaltiger Energiepolitik kann nur über erneuerbare Energien führen!

Wir im Kreis Wolfenbüttel müssen uns schon verstärkt mit den Altlasten jeglicher atomarer Nutzung durch die räumliche Nähe zur Asse, Schacht Konrad und Morsleben auseinandersetzen. Wir sind nicht gewillt, die unabsehbaren Folgen von jeglichem Fracking für das Grundwasser sowie potenzielle  geothermale sowie allgemeine geologische Konsequenzen zu tragen und fordern daher ein Stopp der Fracking-Pläne nicht nur für unsere Region und das Land Niedersachsen, sondern für ganz Deutschland.

16.10.2013

Grüne schenkten Lagosky ein Asse-A

Cremlingen. Während der jüngsten Gemeinderatssitzung gratulierten die Cremlinger Grünen Uwe Lagosky (CDU) zum Bundestagsmandat. „Damit habe der Wahlkreis zwei Vertreter im Bundestag, die sich für die Belange der Region einsetzen könnten“, machte  Fraktionsvorsitzender Diethelm Krause-Hotopp deutlich. Für sein neues Zimmer in Berlin überreichte er Lagosky ein großes Asse-A, „damit er auch in Berlin immer an die Asse erinnert werde und sich dafür einsetzen möge, dass die Müllfässer möglichst schnell raus kommen“. Auch ein Schild der hiesigen Fracking-Initiative „Stopp Fracking - Keine Chemie in unserer Erde!“ gaben die Grünen Lagosky mit auf den Weg. „Beide Symbole stehen für den Widerstand der hiesigen Bevölkerung gegen Umweltzerstörung. Und das sollten sie in Berlin auch deutlich machen“, so Krause-Hotopp von den Cremlinger Grünen. Nun sind die Grünen gespannt, ob die Geschenke auch den entsprechenden Platz im Abgeordnetenzimmer in Berlin finden.

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