Wallbox? Defekt

Die GRÜNEN in der Gemeinde Cremlingen trafen sich zu ihrem monatlichen Austausch im Juni in Hordorf. In den nächsten Monaten werden die Treffen reihum in allen Ortschaften der Gemeinde stattfinden, um sich ein besseres Bild der Fragen und Probleme, aber auch der Chancen und Initiativen machen zu können. Für die grünen Hordorfer*innen stellte Elke Bartels ihren Ort vor. Sie berichtete aus dem Ortsrat und erzählte ausführlich von ihrem Herzensprojekt, dem Artenschutzturm, der in einem ehemaligen Trafoturm untergebracht ist. Für Destedt ist ein ähnliches Projekt am ehemaligen Steinbruch geplant, so dass es zu einem lebhaften Erfahrungsaustausch kam. Eines Problems in der Ortschaft wurden die GRÜNEN schon bei der Ankunft am DGH gewahr. An der Wallbox, an der Besucher*innen des DGHs ihre E-Autos laden können sollten, prangte das Schild „DEFEKT“. Auf Nachfrage ergab sich, dass es Probleme mit der ursprünglich kostenlosen Lademöglichkeit gegeben hatte, so dass auf ein Bezahlsystem umgestellt werden soll. Leider verzögert sich diese Umstellung bzw. Neuinstallation nun schon seit Monaten und die Hordorfer*innen dringen auf zügige Umsetzung.

Das nächste Treffen wird am ersten Sonntag im Juli vermutlich in Weddel stattfinden. Wer sich für eine Teilnahme interessiert, kann sich gerne unter ov-cremlingen@remove-this.gruene-wf.de anmelden. Die GRÜNEN freuen sich immer über Interessierte, die sich informieren oder gerne auch mitarbeiten möchten.

Cremlinger Grüne wollen „kalte“ Nahwärmenetze

Das Prinzip von Wärmepumpen ist vom Kühlschrank bekannt: Dem Innenraum wird Wärme entzogen und nach außen abgegeben. Man kann das Ganze aber auch umkehren: Der Außenluft wird Wärme entzogen und nach innen abgegeben. Mit diesen Wärmepumpen können ganze Gebäude beheizt und mit warmem Wasser versorgt worden.

Wärmepumpen können aus einer Kilowattstunde Strom bis zu vier Kilowattstunden Wärme erzeugen. Eine zusätzliche Heizung mit fossilen Brennstoffen ist nicht erforderlich, wenn das Wohngebäude energieeffizient gebaut ist. Wird die Wärmepumpe mit Strom von der eigenen Photovoltaikanlage oder mit Ökostrom versorgt, produziert man seine Raumwärme und sein Warmwasser klimafreundlich und wirtschaftlich.

Für einzelne Wohngebäude werden hauptsächlich Luft-Wärme-Pumpen eingesetzt, die der Außenluft Wärme entziehen. Effizienter arbeiten Wärmepumpen, wenn sie statt der Luft Erdwärme nutzen, speziell in der kalten Jahreszeit. Daher bietet sich für ein neues Baugebiet ein sogenanntes kaltes Nahwärmenetz an.

Ein kaltes Nahwärmenetz bezieht seine „Wärme“ von ca. 8 – 10 Grad aus einem oberflächennahen Erdkollektor. Über ein Rohrleitungsnetz, das wegen der geringen Temperaturunterschiede nicht gedämmt sein muss, gelangt die Erdwärme zu den Wohngebäuden. In den einzelnen Häusern heben Wärmepumpen die Temperatur auf ca. 35 Grad für die Heizung und auf ca. 60 Grad für das Brauchwasser an.

An warmen Sommertagen kann das System auch zur Kühlung der Gebäude genutzt werden.

Um den Bauwilligen die Entscheidung für Wärmepumpen zu erleichtern, können staatliche Förderungen in Anspruch genommen werden (z. B. KfW, BAFA, BEG, …).

Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Rat der Gemeinde Cremlingen spricht sich dafür aus, in neuen Baugebieten kalte Nahwärmenetze als Standard anzubieten. Dazu die Vorsitzende des Umwelt-, Planungs-, Energie und Klimaschutzausschusses Ulrike Siemens: „Mit kalten Nahwärmenetzen bietet sich die Möglichkeit, etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen, eine Technik, die wirklich nachhaltig, umweltfreundlich und zukunftsfähig ist.“ Und ihr Fraktionskollege Bernhard Brockmann ergänzt: „Die Erzeugung von Raumwärme und Warmwasser in Privathaushalten hat einen großen Anteil an den Treibhausgasen. In diesem Bereich liegt ein wesentliches Potential zur Emissionsreduzierung“.

Ölschieferabbau – aus der Zeit gefallen

In Zeiten, in denen der Ausstieg aus den fossilen Energieträgern in aller Munde ist, muten die Bestrebungen der Landesregierung, Flächen für den Ölschieferabbau zu sichern, fast schon absurd an.

Ministerin Otte-Kinast, die neben Landwirtschaft auch für die Raumordnung zuständig ist, schlägt in der Aktualisierung des Landesraumordnungsprogramms (LROP) vor, Flächen in Schandelah und in Hondelage von Vorbehaltsgebieten zu Vorranggebieten für die Sicherung des Energierohstoffs Ölschiefer aufzuwerten.

Schon die heutige Situation hat zur Folge, dass das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in einer Stellungnahme zu einem Bebauungsplan in Schandelah mitteilt, die zukünftigen Hauseigentümer*innen müssten sich dessen gewahr sein, dass ihr Grundstück demnächst an eine Abbaufläche von Ölschiefer grenzen werde mit den damit einhergehenden Beeinträchtigungen wie Lärm und Staub.

Die Fraktion der GRÜNEN im Cremlinger Gemeinderat hatte bereits Ende Januar, kurz nach Bekanntwerden der Änderungsabsicht, den Beschluss zu einer Resolution gefasst. Darüber hinaus hatten die Cremlinger GRÜNEN zum Landesparteitag, der im März in Wolfenbüttel geplant war, einen Antrag zu eben diesem Ölschiefervorkommen vorbereitet.

Der Antrag konnte nicht eingebracht werden, weil der Parteitag coronabedingt ausfiel. Das Thema war aber dem Landesvorstand der Niedersächsischen GRÜNEN so wichtig, dass er am 02.06.2020 folgenden Beschluss fasste, der wortgleich mit dem Antrag der Cremlinger GRÜNEN ist:

„In der aktuellen Überarbeitung des LROP ist vorgesehen, das Ölschiefergebiet in Braunschweig-Hondelage und Cremlingen-Schandelah von einem Vorbehaltsgebiet zu einem Vorranggebiet Rohstoffsicherung Energierohstoffe hochzustufen. B90/Die GRÜNEN Niedersachsen fordert, das Ölschiefergebiet vollständig aus dem LROP zu entfernen, da diese Art der Energiegewinnung aus fossilen Rohstoffen völlig aus der Zeit gefallen ist.“

„Damit haben die GRÜNEN ganz klar Stellung bezogen und sich gegen die rückwärtsgewandte Energiepolitik der Landesregierung ausgesprochen“, betont Ulrike Siemens stellvertretend für den Vorstand der Cremlinger GRÜNEN.

Auch bei der übrigen Cremlinger Bevölkerung trifft das Vorhaben der Ministerin weithin auf blankes Unverständnis. Verantwortungsvolle Klimapolitik sieht anders aus!

Gemeinde Cremlingen fördert energiesparende Bauweise

Cremlingen. Die Cremlinger Grünen freuen sich darüber, dass im Baugebiet „Holzweg II“ in Cremlingen energiesparende Bauweise umgesetzt wird. Damit leistet die Gemeinde Cremlingen einen weiteren Beitrag zu einer klimafreundlichen Gemeinde.

Die Gruppe SPD/Grüne hatte sich im Rat – gegen die Stimmen der Gruppe CDU/FDP - mit ihrem Vorschlag durchgesetzt, im Baugebiet „Holzweg II“ nur Wohnhäuser im Passivhausbau „KfW-55-Haus“ zuzulassen. Für noch energieeffizientere Häuser (KfW-40 und 40+) Häuser gibt es zudem auf Antrag der SPD/Grünen einen Zuschuss von der Gemeinde Cremlingen.

An einer Befragung der 41 Grundstückskäufer beteiligten sich 28. Davon hätten ohne den Zusatz im Kaufvertrag nur 10 ein Energiesparhaus gebaut, was sicherlich an den etwas höheren Kosten lag.

Dr. Christian Rothe-Auschra, Bürgervertreter der Grünen im Umweltausschuss und engagierter Befürworter dieser Ratsentscheidung: „Mit dieser Ratsentscheidung hat die Gemeinde Cremlingen deutlich gemacht, dass auch auf kommunaler Ebene etwas für den Klimaschutz und die CO2-Minderung getan werden kann“.

Gemeinde soll endlich auf Ökostrom umsteigen

Abbenrode. Auf dem jüngsten Treffen der Cremlinger Grünen stand der Klimawandel im Mittelpunkt der Diskussion. Fast täglich ist zu lesen, dass die Gletscher in einem immer schnelleren Tempo schmelzen. Wenn das Eis Grönlands und das Eis der Antarktis abschmelzen sollten, könnte sich der Meeresspiegel um ca. 60 Meter erhöhen. Die Rieselfelder von Braunschweig würden mit 62 Meter Höhe kaum noch aus dem Wasser schauen.

Durch das Ansteigen der jährlichen Durchschnittstemperatur häufen sich Flutkatastrophen, Hitzewellen, Dürren, Gewitter und Wirbelstürme Durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Erdöl oder Erdgas wird Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, das zur Klimaveränderung beiträgt. Atomkraft ist keine Alternative: Die Uranförderung zerstört riesige Gebiete, die Probleme der radioaktiven Strahlung im „Normalbetrieb“ und vor allem die Endlagerung des Abfalls sind immer noch ungelöst.

Wind, Sonne, Wasser, Biomasse und Erdwärme sind umweltfreundliche Energien. Immer mehr Menschen wechseln zu Stromanbietern, die nur umweltfreundlichen Strom anbieten. Immer mehr Photovoltaikanlagen und Windräder werden installiert und erzeugen umweltfreundlichen Strom. Nach Ansicht der Cremlinger Grünen sollte die Gemeinde mit gutem Beispiel voranzugehen und für ihren eigenen Liegenschaften zu einem der vier Anbieter wechseln, die nur Ökostrom anbieten.

Bereits 2011 hatte der Gemeinderat einstimmig im Sinne der Grünen entschieden. „Nun muss aber langsam mal was passieren!“ fordert Ulrike Siemens, die Landtagskandidatin der Grünen.

Grüne: E-Mobilität – ein Hoffnungsträger für die Zukunft

Abbenrode. In einer gut besuchten Veranstaltung beschäftigten sich die Cremlinger Grünen mit E-Mobilität. Der Designer Murat Günak stellte in einem Vortrag seine Vorstellungen dazu vor.

Die heutige Diskussion um Elektroautos sei nicht neu; das erste Auto, das schneller als 100km/h fuhr, war 1899 der Jamais Contente, ein Elektroauto. Ein Jahr später präsentierte Ferdinand Porsche das erste Hybridfahrzeug. 1910 gab es bereits 40.000 E-Autos von Baker-Electric in den USA, sogar Prototypen mit Solarzellen.

Um 1900 setzte der Öl-Boom ein und damit das Ende der E-Entwicklung. Bereits 1886 hatte Carl Benz das Auto mit Verbrennungsmotor erfunden, und dieses sollte der größte Markt für Erdöl werden.

„Wir müssen vom Öl wegkommen und dürfen unsere Erde nicht weiter zerstören“, so Murat Günak. Wir müssen die Erderwärmung auf unter zwei Grad begrenzen und die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis 2040 um 80 Prozent unter das Niveau von 1990 reduzieren. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, benötigen wir neben der Energiewende in der Stromproduktion und der Einsparung im Wärmebereich endlich auch die Verkehrswende. So setzt Murat Günak für die Stadt der Zukunft nicht nur auf einen abgestimmten, grünen Verkehrsverbund und auf die abgasfreie individuelle Mobilität, sondern besonders auf das E-Bike.

Das E-Bike der Zukunft habe vier Räder, einen Wetterschutz und könne zwei Personen befördern. Deswegen sei es absolut alltagstauglich. Erste Testfahrten auf Radwegen in Berlin seien erfolgreich gewesen. „In der Mobilität wird sich in Zukunft viel ändern. Leider ist Deutschland dabei nicht der Vorreiter“, so Murat Günak.

In der lebhaften Diskussion wurde kostenloser ÖPNV gefordert, der Bau von Radschnellwegen und Carsharing. Auch der Bau von Ladestationen müsse zügig voranschreiten – dazu hat die Gruppe SPD/Grüne bereits einen Antrag in den Gemeinderat eingebracht. Murat Günak meinte aber auch, dass das Auto weiterhin seinen Platz haben werde. Vielleicht wie die Veränderung der Rolle des Pferdes: vom Nutztier zum Liebhaberobjekt. "Denn die Leidenschaft für das Auto ist immer noch tief verankert“.

SPD-Grüne bringen zahlreiche Anträge ein

Weddel. Im Rahmen der jüngsten Cremlinger Gemeinderatssitzung brachte die Gruppe SPD-Bündnis 90/Die Grünen drei Anträge in den Rat ein. Diese Anträge werden nun in den Ausschüssen beraten und stehen dann auf der nächsten Ratssitzung zur Abstimmung. Harald Koch stellte den Antrag zur Lärmkartierung 2017 der EU vor. Die letzte Kartierung endete westlich der Ortslage Abbenrode. Nun fordern SPD und Grüne, „im Rahmen der EU Umgebungslärmrichtlinie die Autobahn A 39 und den gesamten Verlauf der B1 im Gemeindegebiet zu erfassen“. Gerade die Situation in Abbenrode, so Harald Koch, erfordere die Erfassung besonders für diese Ortschaft.

In einem weiteren Antrag wird ein Konzept einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in der Gemeinde Cremlingen gefordert. Bernhard Brockmann wies auf die zunehmende Bedeutung der Elektromobilität hin und auf die momentan noch bestehende geringe Dichte von Ladestationen für Autos und Fahrräder. „Hier muss die Gemeinde Cremlingen auch vorbildhaft vorangehen“, so Bernhard Brockmann.

Der dritte Antrag beschäftigt sich mit der Verkehrssituation auf der Hemkenroder Straße in Destedt im Bereich der Grundschule und des Kindergartens. Mit der Entscheidung der Straßenverkehrsabteilung hier keine Temporeduzierung auf 30 km/h zuzulassen, will sich die Gruppe SPD-Grüne nicht zufrieden geben. „Wir unterstützen die Forderung des Destedter Ortsrates“, so Diethelm Krause-Hotopp in der Begründung des Antrages.  

Kommunalwahl wird vorbereitet

Abbenrode. Zu ihrer monatlichen Mitgliederversammlung trafen sich die Cremlinger Grünen in Abbenrode. Auch auf dieser Sitzung konnten wieder interessierte Einwohner begrüßt werden.

Neben der Vorbereitung der Kommunalwahl standen auch geplante Aktionen gegen Schacht Konrad und das Baugebiet „Holzweg“ in Cremlingen auf der Tagesordnung.

Aus dem Cremlinger Bereich erklärten sich sieben Personen zur Kandidatur für den Kreistag bereit. „Unser Ziel ist es, dass die Gemeinde Cremlingen wieder im Kreistag vertreten wird“, so Vorstandsmitglied Christian Rothe-Auschra.

Auch für den Gemeinderat und einzelne Ortsräte gibt es inzwischen Kandidaten, die auf einer Mitgliederversammlung im Juni endgültig gewählt werden sollen. „Leider fehlen uns noch für Hordorf, Schandelah, Klein Schöppenstedt und Schulenrode Kandidaten für die Ortsräte. Es wäre schön, wenn sich aus diesen Orten noch Personen entscheiden könnten, für die Grünen zu kandidieren. Ortsratsarbeit kann auch Spaß machen“, appellierte der Fraktionsvorsitzende der Grünen und Ortsratsmitglied in Weddel Jochen Fuder.

Vom 1.-3. April werden die Grünen im Rahmen einer Klausurtagung das Wahlprogramm entwickeln, Vorschläge und Wünsche nehmen die Grünen gern entgegen.

Ausführlich diskutierten die Grünen auch über die Förderung besonders energiesparender Bauweise für das Baugebiet am Holzweg in Cremlingen. Die Grünen sprachen sich einstimmig für Effizienzhäuser mit niedrigem Energieverbrauch und CO2-Ausstoß aus. „Hier kann die Gemeinde Cremlingen zeigen, dass sie es mit dem Klimaschutz ernst meint“, so der Abbenroder Bürgermeister Bernhard Brockmann.

Weitere Infos zu den Cremlinger Grünen sind zu finden unter:

Facebook: www.facebook.com/GrueneCremlingen/

 

Photovoltaikanlagen sind wirtschaftlich

Cremlingen. Der Zubau der Photovoltaik in Deutschland im Jahr 2014 beläuft sich laut Bundesnetzagentur auf rund 1.900 Megawatt. Ziel des Erneuerbare-Energien-Gesetz waren jedoch 2.500 Megawatt. Die Erwartungen der Bundesregierung wurden also nicht erreicht. Ein Grund ist sicherlich der in der Bevölkerung entstandene Eindruck, Photovoltaikanlagen „rechnen“ sich nicht mehr. Dies ist jedoch nicht richtig. Denn wer einen Teil des Stroms vom Dach selbst nutzt, für den ist die Höhe der Einspeisevergütung nicht mehr das alleinige Kriterium. Vielmehr zählt vor allem der Preisvorteil des Eigenstroms gegenüber dem Preis, der beim Stromversorger zu entrichten wäre. Daraus vor allem resultiert heute die Rendite der Photovoltaik.

Um einen ersten Eindruck zu gewinnen, ob das eigene Dach für Photovoltaik geeignet ist und ob sich eine Anlage finanziell rechnet, lohnt ein Blick in das Solarpotenzialkataster des Zweckverbandes Großraum Braunschweig. Auf diese Möglichkeit weist die Gruppe SPD/Grüne im Rat der Gemeinde Cremlingen hin. „Hier können Sie unter Eingabe ihrer Adresse genau erkennen, ob eine Anlage möglich ist und was sie bringt – vorausgesetzt, Statik und Verschattung machen keinen Strich durch die Rechnung“, erklärt Bernhard Brockmann die Möglichkeiten. „Darüber hinaus wird erklärt, welche Schritte nötig sind um eine eigene Anlage in Betrieb zu nehmen. Auch Handwerksbetriebe, die für eine Installation in Frage kommen, lassen sich der Internetseite entnehmen.“ Für Brockmann selbst war das Solarpotenzialkataster ein wichtiges Instrument, das ihn letztlich zum Besitzer einer Photovoltaikanlage machte. „Und der Energiewende zuträglich ist es allemal!“

SPD und Grüne: AVACON soll Netzanschluss nicht länger verzögern!

Cremlingen. Seit Ende Juli ist eine Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach des Freibades am Elm in Hemkenrode betriebsbereit. Einen Zeitraum von 8 Wochen hat sich AVACON vertraglich gesichert, um die Netzkompatibilität zu prüfen. Dieser Zeitraum ist jetzt längst überschritten. Damit entgehen der Gemeinde Cremlingen täglich Einnahmen aus dem Stromverkauf. Dies wollen SPD und Grüne nun nicht länger hinnehmen und fordern von AVACON endlich den Netzanschluss. Auch die Gemeindeverwaltung sollte die Beschleunigung von AVACON einfordern.

Klare Absage an Fracking

Cremlingen. Durch ein Gutachten des Umweltbundesamtes (UBA) fühlen sich die Cremlinger Grünen in ihrer Ablehnung gegen Fracking bestätigt. UBA-Präsidentin Maria Krautzberger fordert ein bundesweites Verbot der Schiefergasförderung. In dem vorgelegten Gutachten werden die Risiken dieser Technologie für Mensch und Umwelt dargestellt und Handlungsempfehlungen an die Politik formuliert. Nach Ansicht der Cremlinger Grünen muss unkonventionell gefördertes Gas (Fracking) im Boden bleiben. Hier geht es um den Schutz unseres Trinkwassers und der Umwelt. Die vom UBA bestätigten Risiken der Schiefergasförderung für Mensch und Natur wollen wir im dicht besiedelten Deutschland nicht in Kauf nehmen.

Während der FDP-Landesumweltpolitiker Gero Hocker im Frackingverfahren einen wichtigen Faktor sieht, um die Energiewende zu schaffen, setzen die Grünen auf erneuerbare Energieträger. Auch Pilotprojekten zur Schiefergasförderung erteilen sie eine klare Absage. „Wir wollen konsequenten und erfolgreichen Klimaschutz und dafür brauchen wir 100% Erneuerbare Energien“, so Inge Brockmann von den Cremlinger Grünen.

Klimaschutzmanager für Gemeinde Cremlingen

Cremlingen. Für die Cremlinger Grünen steht das Thema „Klimaschutz“ ganz oben auf der Tagesordnung. Inzwischen ist die Notwendigkeit von Klimaschutz und Energiesparen den meisten Menschen bewusst. Vielfach besteht allerdings eine Lücke zwischen Wissen und Handeln. Bereits mit geringsten Mitteln lassen sich große Energieeinsparungen, ohne Komfortverlust, erzielen.

Nach dem Energiekonzept der Bundesregierung sollen bis 2020 die CO2-Emissionen um 40 Prozent unter das Niveau von 1990 gesenkt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, fördert das Bundesumweltministerium u.a. die Entwicklung kommunaler Klimaschutzkonzepte. „Über diese Fördermaßnahme sollte auch in der Gemeinde Cremlingen nachgedacht werden“, so Bernhard Brockmann.

Die Cremlinger Grünen wollen dies nun voranbringen. Ein entsprechender Ratsbeschluss ist in Arbeit. Zunächst sollte eine professionelle Beratung stattfinden, um anschließend ein Klimaschutzkonzept für die Gemeinde zu entwickeln.

„Ob dies auf die –ebenfalls von der Bundesregierung zu zwei Dritteln geförderte – Einstellung eines Klimaschutzmanagers hinauslaufen sollte, wird der kommende Diskussionsprozess ergeben“, sagt Christian Rothe-Auschra.

Die Energiewende vor Ort vorantreiben

Cremlingen: Die Cremlinger Grünen wollen sich weiterhin dafür einsetzen, dass es mit der Energiewende zügig voran geht. „Wir haben Tschernobyl und Fukushima nicht vergessen“, so Christian Rothe-Auschra von den Cremlinger Grünen.

 

In Berlin wollen CDU und SPD die Energiewende geruhsamer gestalten. Um so wichtiger ist es, dass auf kommunaler Ebenen etwas passiert. Der von den Grünen mitinitiierte Ratsbeschluss, alle geeigneten gemeindeeigenen Dächer mit Solaranlagen zu versehen, konnte auch in diesem Jahr wieder zu einem Teil umgesetzt werden: Auf drei weiteren Dächern in Gemeindebesitz wird nun umweltfreundlich Strom erzeugt. Wie Thomas Schaaf von der Verwaltung jetzt im Bauausschuss mitteilte, wird bei allen Anlagen der Ertrag (Eigennutzung und Einspeisung) die Kosten innerhalb der Förderzeit deutlich übersteigen. „Wir werden uns dafür einsetzen, dass auch im kommenden Jahr weitere Dächer Photovoltaikanlagen bekommen“, so der Fraktionsvorsitzende der Grünen Diethelm Krause-Hotopp.