„Mehr für Schmetterlinge tun! Lasst Brennnesseln stehen!“

Auch im heimischen Garten oder auf dem Balkon: „Mehr für Schmetterlinge tun! Lasst Brennnesseln stehen!“

Destedt. Die Cremlinger Grünen hatten zu einer Schmetterlingsexkursion mit dem Biologen Tobias Münchenberg, der auch Bürgermitglied im Cremlinger Umweltausschuss ist, nach Destedt eingeladen. Vom Parkplatz an der Destedter Elmstraße ging es ins Tal bis zur ehemaligen Trafostation. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sahen nicht nur heimische Schmetterlinge, sondern bekamen auch noch zahlreiche Informationen über das Leben dieser wunderschönen Insekten. Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Landkärtchen, Kohlweißling, Admiral, C-Falter, braunkolbiger Dickkopffalter, Diestelfalter, Ochsenauge, Kleiner Eisvogel und sogar der seltene Große Schillerfalter konnten beobachtet werden. Wie für viele Insekten haben sich auch Schmetterlinge die Lebensräume in den letzten Jahren verschlechtert. Hauptgrund hierfür ist meist die intensive landwirtschaftliche Nutzung. Die regelmäßig abgemähten Wegränder von Feldwegen stehen hier besonders im Fokus, sind sie doch meist die einzig verbliebenen Orte in der Landschaft, wo Falter noch Blüten zur Nahrungsaufnahme finden und sich ihre Larven entwickeln können. Was kann der Einzelne zur Verbesserung tun? Ein schmetterlingsfreundlicher Garten ist ein vielfältiger, bunter Garten. Die verschiedenen Lebensstadien einer Schmetterlingsart sind oft auf unterschiedliche Pflanzen und Standorte angewiesen. Ein Wildblumenbeet wäre ein guter Anfang, auch in Kübeln oder Blumentöpfen ist das möglich. Heimische Stauden werden auch gern angenommen. Beliebt sind auch die Küchenkräuter wie z.B. Oregano. Die nektarreichen Blüten duften wunderbar und sind gute Futterspender für Schmetterlinge. An Möhren, Dill oder Petersilie entwickeln sich die Raupen des Schwalbenschwanzes. Je vielfältiger die Pflanzenwelt, desto mehr Schmetterlinge finden Nahrung. „Lasst Brennnesseln im Garten stehen“, fordert Tobias Münchenberg, denn die Raupen von Tagpfauenauge, Landkärtchen, Kleinem Fuchs, C-Falter und Admiral leben daran. An Wilden Möhren, Dill oder Petersilie entwickeln sich die Raupen des Schwalbenschwanzes. Am weitaus wichtigsten für die Erhaltung unserer Schmetterlinge sind magere, extensiv bewirtschaftete Wiesen! Auch wer seinen Rasen nur in Teilen mäht, tut Schmetterlingen Gutes! Fotos (Diethelm Krause-Hotopp): Im Rahmen der Schmetterlingsexkursion zeigt Tobias Münchenberg (Bildmitte) den Teilnehmern den Kleinen Eisvogel.

Tempo 30 in Destedt Stellungnahme

Destedt, den 13.07.2019

Stellungnahme der Destedter Grünen zu den WZ-Artikeln „Bürger beklagen Raserei in den Ortsteilen“ vom 13.7. und „Auf Ortsdurchfahrt wird Tempo gemacht“ vom 17.7. Sehr geehrte Damen und Herren, zu obigem Beitrag bitten wir um Veröffentlichung unserer Stellungnahme. Mit freundlichen Grüßen Dr. Sabine Auschra Dem Inhalt der WZ-Artikel „Bürger beklagen Raserei in den Ortsteilen“ vom 13.07. und „Auf Ortsdurchfahrt wird Tempo gemacht“ vom 17.7. können wir Destedter Grüne nur beipflichten. Auch bei uns im Ort wird viel gerast. Wir haben schon seit Jahren eine Begrenzung auf Tempo-30 für die Durchgangsstraße auf der B1 nach Hemkenrode gefordert. Ein entsprechender Ortsratsbeschluss erfolgte 2015. Trotzdem hat die Wolfenbütteler Straßenbehörde nach einer Verkehrsschau eine Tempo-30-Begrenzung abgelehnt, obwohl aus unserer Sicht die Schul- und Kindergartenkinder, die die Straße täglich überqueren, stark gefährdet sind. An der zentralen Kreuzung im Ort, am Haus der Vereine, ist es in den letzten Jahren mehrfach zu Unfällen gekommen. Ähnlich wie der Atzumer Bürgermeister wünschen wir uns hier einen Kreisel – der aber bisher aus Kostengründen abgelehnt wurde. Auch die Verschwenkung der Ortsdurchfahrt in Destedt sorgt nur für eine geringe Verlangsamung des Verkehrs, viele Autofahrer geben danach wieder Gas. Es gibt noch mehr Argumente für eine Einführung des „Tempo 30“: So hat sich in Graz dadurch der Stickoxidausstoß um ein Viertel reduziert, und nach einer schwedischen Studie sank durch ein entsprechendes Tempolimit das Verletzungsrisiko um 65, das Todesfallrisiko um 85 Prozent! Sabine Auschra und Diethelm Krause-Hotopp, Destedt

20. Vogelstimmenwanderung am Destedter Elmrand

Destedt, den 05.05.2019

 

„Lasst wilde Ecken in den Gärten!“ Destedt. Zur 20. Vogelstimmenwanderung in Destedt konnten die Destedter Grünen erstmals Anne Denecke von der DRAUSSEN Wildnisschule aus Braunschweig als sachkundige Exper-tin gewinnen. Die zweistündige Wanderung führte entlang des Elmrandes. Beim anschließenden Frühstück wurde weiter gefachsimpelt. Während der Wanderung wurden die verschiedenen Gesänge erhöht und zugeordnet. Zur Zeit befinden sich etliche Vögel noch in der Paarungszeit. So konnten die Revierkämpfe von Buch-finken und Amseln beobachtet werden. Für die Anfänger waren die Rufe von Zilpzalp, Amsel, Kohlmeise, Feldlerche, Zaunkönig, Girlitz und Goldammer gut zu erhören. Die Fortgeschritten versuchten sich in der Erkennung von Warnrufen. In diesem Jahr konnten nur 23 Vogelarten gesehen bzw. gehört werden, drei weniger als im letzten Jahr, so wenig wie noch nie. Die Feldlerche ist der Vogel des Jahres 2019. Er ist ein typischer Agrarvogel und war schon 1998 einmal Vogel des Jahres. Seitdem ist mehr als jede vierte Lerche in Deutschland ver-schwunden. Die Feldlerche soll als Jahresvogel stellvertretend und anklagend für die katastro-phale Landwirtschaftspolitik in Berlin und Brüssel stehen. Der Himmel über unseren Feldern ist stummer geworden. Unter der industriellen Landwirtschaft, weniger Wiesen und Weiden, der zunehmenden Betonierung von Grundstücken (Schottergärten) und dem fehlenden Nisthöhlen-angebot leide die Vogelwelt in besonderem Maße. Durch bewusst unaufgeräumte Ecken, Laubholz und Hecken können Gartenbesitzer Lebens-räume für Vögel verbessern. Außerdem sollten sie auf chemische Pflanzenschutz- und Schäd-lingsbekämpfungsmittel verzichten; „Lasst wilde Ecken in den Gärten!“ empfehlen die Grünen. Foto: Anne Denecke (4.v.links mit Mütze) führte die Vogelstimmenwanderung am Elmrand.

Die Straßenausbaubeitragssatzung der Gemeinde Cremlingen soll reformiert werden

Pressemitteilung vom 23.07.2019

Der Gemeinderat der Gemeinde Cremlingen hat mit den Stimmen der Gruppe SPD/Grüne in seiner Sitzung am 02.07.2019 mehrheitlich beschlossen, dass die Straßenausbaubeitragssatzung (STRABS) aus dem Jahr 1976 grundsätzlich beibehalten, aber reformiert werden soll. Die Gruppe SPD/Grüne hat sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht und ist erst nach langen Diskussionen und Abwägen aller Argumente zu dem Ergebnis gelangt, dass dies der beste und gerechteste Weg für alle Bürger der Gemeinde Cremlingen ist. Ausgangspunkt der Überlegungen war dabei, dass der gute Zustand der Gemeindestraßen auch zukünftig gewährleistet sein soll und dass dies zwangsläufig Geld kostet. Die entscheidende Frage war daher, welche Form der Finanzierung der Straßensanierungen die sinnvollste und die gerechteste ist. Als denkbare Finanzierungsmodelle stehen sich dabei vor allem die Finanzierung über eine Erhöhung der Grundsteuer für alle Grundstückseigentümer der Gemeinde oder die bisherige Finanzierung teilweise aus Steuermitteln und teilweise aus Beiträgen der direkten Straßenanlieger gegenüber. Dabei haben die letzten 43 Jahre gezeigt, dass sich die teilweise Finanzierung über Straßenausbaubeiträge der Anlieger grundsätzlich bewährt hat. Aus den von der Gemeindeverwaltung vorgelegten Zahlen ergibt sich, dass der Durchschnitt der Anliegerbeiträge in den letzten 11 Jahren bei ca. 1.500 € pro betroffenen Anlieger gelegen hat. Von 272 Beitragsbescheiden seit 2013 haben 73,90 % der Anlieger (201 Bescheide) unter 2.500 € und weitere 17,65 % (48 Bescheide) zwischen 2.500 und 5.000 € Beitrag zahlen müssen. Die Beiträge über 10.000 € (4,41 %) sind zudem fast ausschließlich für landwirtschaftliche Betriebe mit sehr großen Grundstücken und Gewerbebetriebe angefallen. Gibt es überzeugende Gründe von dieser langjährig bewährten Form der Finanzierung abzuweichen? Nach langer Diskussion meinen SPD und Grüne: nein. Eine von den Gegnern der STRABS immer wieder heraufbeschworene Existenzgefährdung der betroffenen Anlieger dürfte schon im Hinblick auf die vorstehend genannten Zahlen in der Mehrzahl der Fälle nicht gegeben sein. Diese ließe sich aber auf jeden Fall mit einer Reform der STRABS (Ratenzahlung über bis zu 20 Jahre bei einer Verzinsung bis max. 3 %) vermeiden. Auch das Problem, dass gerade ältere Anwohner von den Banken unter Umständen nur schwer einen Kredit zur Finanzierung ihres Anliegerbeitrags erhalten würden, wäre mit dieser Reform vom Tisch. Bleibt die Frage nach der Gerechtigkeit der Beteiligung der Anlieger an den Straßenausbaukosten. Hier ist aus Sicht der SPD/Grünen-Gruppe zu berücksichtigen, dass auch die bisherige STRABS bereits mehrere Kategorien unterscheidet. In einem reinen Wohngebiet zum Beispiel, in dem fast ausschließlich Anwohner-, Besucher- und Versorgungsverkehr stattfindet, erscheint eine Anwohnerbeteiligung von 75 % durchaus angemessen. In den anderen beiden Kategorien mit unterschiedlichen Stärken von Durchgangsverkehr liegen die Beteiligungen der Anlieger noch einmal deutlich niedriger. Außerdem können die Straßenausbaubeiträge anders als die gegebenenfalls zu erhöhende Grundsteuer nicht auf die Mieten umgelegt werden. Da es aus Sicht von SPD und Grünen eines der vorrangigen Zeile auch der Kommunalpolitik sein sollte, der Bevölkerung bezahlbaren (Miet-)Wohnraum zur Verfügung zu stellen, wäre eine solche indirekte Erhöhung der Mieten der falsche Weg. Schließlich hat sich in der Vergangenheit auch gezeigt, dass die frühzeitige Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an den geplanten Sanierungsmaßnahmen dazu geführt hat, dass die Sanierungsmaßnahmen in einer sinnvollen und von den Anwohnern akzeptieren Form (Beton oder Granit?) durchgeführt wurden. Ob dies bei einer reinen Steuerfinanzierung immer der Fall wäre, muss bezweifelt werden. Trotzdem kann es in Einzelfällen bei der Erhebung der Straßenausbaubeiträge zu Ungerechtigkeiten oder besonderen Belastungen für einzelne Anlieger kommen. Deshalb wurde beschlossen, die bestehende STRABS zu reformieren und dabei die von der Landesregierung geplanten neuen Regelungen im Nds. Kommunalabgabengesetz zu nutzen. So soll bei finanziellen Härten die Möglichkeit der Ratenzahlung über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren verbunden mit einer Verzinsung von bis zu max. 3 % eröffnet werden. Außerdem soll eine Entlastung insbesondere für die Eigentümer von Eckgrundstücken und durch eine Tiefenbegrenzung erfolgen und generell wird die Höhe der prozentualen Beteiligung der Anlieger in allen Fallgestaltungen noch einmal zu prüfen sein. Wenn demgegenüber von der CDU/FDP-Gruppe ohne konkreten Vorschlag einer Gegenfinanzierung pauschal die Abschaffung der STRABS gefordert wurde, konnten SPD und Grüne dem nicht zustimmen. Dieser Vorschlag wäre nur dann ernsthaft zu erwägen gewesen, wenn die daraus resultierenden Einnahmeverluste realistisch gegenfinanziert wären. Hierzu hat die CDU/FDP-Gruppe zunächst in der Begründung ihres Antrages auf eine mögliche Erhöhung der Grundsteuern hingewiesen, dies aber in der Ratssitzung nicht mehr weiterverfolgt. In dieser Sitzung wurde vielmehr nur pauschal mit einer nicht bezifferten Einsparung von Verwaltungskosten durch die Abschaffung der STRABS, behauptete Mehreinnahmen durch den möglichen Zuzug von Neubürgern in die Gemeinde Cremlingen und eine Kürzung des Bürgerhaushaltes argumentiert. Mit dem einzigen konkreten und für sich genommen ohnehin nicht ausreichenden Vorschlag, der anteiligen Kürzung des Bürgerhaushalts um 50.000 €, können sich SPD und Grüne aber keinesfalls einverstanden erklären. Dieser Bürgerhaushalt, aus dem sehr unterschiedliche Dinge finanziert werden, die den Bürgerinnen und Bürgern der einzelnen Ortschaften wichtig sind, wie z.B. neue Bestuhlung und Beamer für Dorfgemeinschaftshäuser, Sitzbänke an Gehwegen, Hundekotstationen, Defibrilatoren oder Spielplatzausstattungen finanziert wurde, ist gerade erst vor ca. drei Jahren als Möglichkeit der unmittelbaren Beteiligung der Bürger an der politischen Willensbildung auf kommunaler Ebene eingeführt worden und sollte gerade in Zeiten wachsender Politikverdrossenheit beibehalten bleiben. (Dr. Peter Abramowski/Sprecher der Gruppe SPD/Bündnis 90-Die Grünen im Cremlinger Gemeinderat)

Cremlinger Rundschau Gedenkfeier am ehemaligen Konzentrationslager

WZ Landrätin: Empathie zeichnet gute Gesellschaft aus

Wolfenbüttler Zeitung Schüler arbeiten Geschichte auf

Mehr für die Umwelt und Jugend tun – Skateanlage für Cremlingen Cremlingen

Pressemitteilung Destedt, den 06. Juni 2019 Mehr für die Umwelt und Jugend tun – Skateanlage für Cremlingen Cremlingen.

Auf ihrer jüngsten Fraktionssitzung diskutierte die Ratsfraktion der Cremlinger Grünen mit Mitgliedern des Vereins Kickflip aus Cremlingen. Vor 10 Jahren wurde dieser Verein mit dem Ziel gegründet, auch in Cremlingen eine Skatebahn für Kinder und Jugendliche zu bauen. Trotz dieser langen Zeit ohne Erfolg gibt der Verein seine Idee eines sozialen Projektes für Kinder und Jugendliche nicht auf. Für Sigrun und David Windisch sowie Patrizia Brecht dauert die Entscheidung der Gemeinde aber zu lange. „Auf dem Platz sollte nicht nur skaten, auch BMX- oder Scooter fahren sollte möglich sein, auch ein Basketballfeld und eine Schutzhütte seien wünschenswert“, so der Jugendliche David Windisch. In seiner Ratssitzung vom 27. Februar 2018 war Bürgermeister Kaatz per Beschluss aufgefordert worden, „die notwenigen Schritte für die Beantragung von Fördermitteln für … den Skatepark durchzuführen“. Einigkeit herrscht in der Politik inzwischen über den Standort: ein Skatepark soll Im Moorbusche entstehen. Die Grünen versprachen, in den Gremien das Thema weiterhin auf der Tagesordnung zu halten, um einen baldigen Baubeginn zu erreichen. Weiterhin beschloss die Fraktion, auf den Bau weiterer Photovoltaik-Anlagen zu drängen. „Auf der Destedter Sporthalle hätte längst gebaut werden können“, so Christian Rothe-Auschra. Auch auf der Turnhalle in Hordorf sollte in diesem Jahr endlich gebaut werden. „Wir werden einen Prüfantrag einbringen, wo auf gemeindeeigenen Dächern weitere Anlagen gebaut werden können“, so Fraktionsvorsitzender Jochen Fuder. Weiterhin beschlossen die Grünen, dass die Gemeinde Cremlingen sich an der Kampagne „FairTrade Towns“ beteiligen und den Titel „Fairtrade-Gemeinde“ anstreben solle. Auch die tragischen Unfälle an der Kreuzung B1 –Schulenrode waren Thema. „Seit 1985 fordern Grüne dort einen Kreisel, aber die Straßenbehörde hält dies nicht für nötig. Ein Stoppschild und das wars“, kritisierte Fraktionssprecher Diethelm Krause-Hotopp die Straßenbehörde. Die Grünen werden einen entsprechenden Antrag einbringen. Foto (Ulrike Siemens): Die Cremlinger Ratsfraktion der Grünen im Gespräch mit Mitgliedern des Verein Kickflip, v.l.: David Windisch, Patrizia Brecht, Horst Gilarski, Sigrun Windisch, Bernhard Brockmann, Jochen Fuder, Christian Rothe-Auschra und Diethelm Krause-Hotopp.

Exkursion der Grünen in den Herzogsbergen

Pressemiteiliung vom 04.07.2019 Exkursion der Grünen in den Herzogsbergen

Mehr für den Wendehals tun! Cremlingen. Nach einem Beschluss des Wolfenbütteler Kreistages werden große Teile der Herzogsberge demnächst unter Naturschutz gestellt. Seit März 2004 ist der ehemalige Standortübungsplatz der Bundeswehr Landschaftsschutzgebiet und gehört zusätzlich in das europäische Schutznetz „Natura 2000“. Die Cremlinger Grünen haben diesen Prozess immer wohlwollend begleitet. Für die Cremlinger Grünen sind die Herzogsberge von besonderer ökologischer Bedeutung, dies gilt sowohl für den Wald als auch für die Wiesen, Weiden und Kleingewässer. „In unserem Kommunalwahlprogramm haben wir uns für die Umwandlung des Landschaftsschutzgebietes in ein Naturschutzgebiet ausgesprochen“, so Christian Rothe-Auschra von den Cremlinger Grünen. Bei einer Exkursion der Cremlinger Grünen mit Martin Steinmann, Vogelexperte des Naturschutzbundes Deutschlands (Nabu), in die Herzogsberge zeigte sich nun, dass es nicht immer leicht ist, Pflegemaßnahmen für eine breite Artenvielfalt richtig zu gestalten. Die Feldvögel des Offenlandes benötigen locker bewachsene Grasflächen und meiden Büsche und Bäume. Auf der anderen Seite gibt es eine Vielzahl seltener und für den Truppenübungsplatz typischer Vogelarten, die eher einen Lebensraum bevorzugen, bei dem sich solitäre Bäume und Sträucher mit freien Grasflächen abwechseln. Hier sind insbesondere die Arten Baumpieper, Neuntöter und Schwarzkehlchen zu nennen. Dieser Lebensraum wird aber auch vom Wendehals bevorzugt, eine Art, die in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen hat und in Niedersachsen auf der Roten Liste der vom Aussterben gefährdeten Vogelarten mit nur noch 120 Brutpaaren geführt wird. Diese Art hat es Herr Steinmann besonders angetan, da sie nur noch in sehr wenigen Gebieten in Niedersachsen vorkommt und neben dem richtigen Lebensraum von mageren Wiesen mit einzelnen Gehölzen auch noch Nisthöhlen benötigt. Nach der Entdeckung eines einzelnen Brutpaares im Jahr 2008 wurden zur Förderung des seltenen Vogels mittlerweile 62 Nisthöhlen aufgehängt. Dadurch haben sich 4 regelmäßige Brutpaare in den Herzogsbergen eingefunden. Leider fehlen dem Wendehals an vielen Stellen noch günstige Lebensbedingungen, um auch jedes Jahr erfolgreich brüten zu können. Denn diese Vögel brauchen niedrige Bäume/Sträucher, ein Stück vom Waldrand entfernt, um von dort aus auf kargem Boden, z.B. auf Wegen, nach den als Nahrung bevorzugten Ameisen zu jagen. Gerade der Wendehals als Kulturfolger ist die Nähe des Menschen gewohnt und würde sich an Spaziergängern kaum stören. „Es wäre sehr schön, wenn bei den zukünftigen Pflegemaßahmen in Randbereichen auch die Ansprüche dieser sehr interessanten Vogelart berücksichtigt würden, damit die Nistkästen nicht ganz umsonst aufgehängt wurden“, sagt Martin Steinmann. Foto (Martin Steinmann): Junger Wendehals wird beringt.

Längere Öffnungszeiten für Waldkindergarten

Datum 14.03.2019

Pressemitteilung

Im Rahmen ihrer Fraktionssitzung konnten die Cremlinger Grünen die Leiterin des Waldkindergartens in den Cremlinger Herzogsbergen, Patrizia Brecht, begrüßen. Seit fast 11 Jahren gibt es diesen Waldkindergarten, den gegenwärtig 15 Kinder von 8.00 bis 13.00 Uhr in den Herzogsbergen besuchen. Der Waldkindergarten ist eine Alternative zum allgemeinen Kindergarten. Frische Waldluft stärkt nachweislich die körperliche und seelische Gesundheit und besonders das Immunsystem. Das natürliche Spielmaterial des Waldes fördert die Phantasie und die Kreativität sowie die Grob- und Feinmotorik der Kinder. Aber auch der Wissensbereich kommt nicht zu kurz, Gedächtnis, Wahrnehmung und Sprache werden trainiert „Leider können wir gar nicht alle Kinder aufnehmen, da unsere Plätze begrenzt sind“, berichtete Patrizia Brecht. Gern würde sie längere Öffnungszeiten mit einem Mittagessen anbieten. Leider ist dies aufgrund der Rahmenbedingungen des Landes nicht möglich. „Die gesellschaftlichen Bedingungen haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Die Mehrheit der Kinder besucht Krippen, die längere Öffnungszeiten haben als wir. Nur wenige der Eltern möchten dann einen „Rückschritt“ machen, so Patrizia Brecht. Um in Zukunft in der Kitalandschaft attraktiv zu bleiben, müssen sich die Rahmenbedingungen sinnvoll anpassen. In vielen anderen Bundesländern haben Waldkindergärten längere Öffnungszeiten, teilweise bis 15 Uhr. Bisher sträubt sich die niedersächsische Landespolitik, eine Verbesserung herbeizuführen. „Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Öffnungszeiten auch in Niedersachsen den Bedürfnissen angepasst werden“, versprach Fraktionsvorsitzender Diethelm Krause-Hotopp.

Cremlinger Grüne diskutieren kontrovers zur geplanten Residenz am Gutspark

Datum 14.02.2019

Pressemitteilung

Geplante Residenz und Hotel am Gutspark 

Abbenrode: Auf ihrer jüngsten Mitgliederversammlung diskutierten die Cremlinger GRÜNEN über die Pläne, am Rande Destedts eine Seniorenresidenz mit Tagungs- und Wellnesshotel zu errichten. Jan-Christoph Friedrich, Mitbegründer der BI "Pro-Destedt", stellte den GRÜNEN aus seiner Sicht den geplanten Gebäudekomplex und mögliche Alternativen vor. Das bisher vom Investor favorisierte Baugebiet grenzt direkt an den Gutspark. Die Gebäude selbst, verbunden durch eine Tiefgarage (unterstes Stockwerk), hätten eine Fläche von etwa 105 x 120 Metern und eine Höhe von 15 Metern. Besonders bedenklich erschienen den Grünen mögliche ökologische Folgen: Würde sich ein über einhundert Meter breiter Betonriegel (Tiefgarage) auf den Wasserhaushalt des Schlossparks und seiner teils Jahrhunderte alten Bäume auswirken? Die Frage müsste durch Gutachten geklärt werden. Grundsätzlich sehen die Grünen weitere Bodenversiegelung kritisch. In der anschließenden Diskussion wurden diesen Bedenken auch positive Aspekte, z.B. mögliche Auswirkungen auf die Infrastruktur Destedts (Gaststätte, Laden) und zusätzliche Möglichkeiten, im Alter im Ort zu bleiben, gegenübergestellt. Die Diskussion innerhalb der Grünen ist noch nicht abgeschlossen. Im Rahmen der Bürgerversammlung am 20. Februar, 17 Uhr, in der Destedter Kirche erhoffen sie sich Antworten auf noch offene Fragen.

 

Datum 14.06.2018

Pressemitteilung

Cremlinger GRÜNE zu Schulbezirken Ein Thema auf der jüngsten Mitgliederversammlung der Cremlinger GRÜNEN war die im Kreis zur Debatte stehende Änderung der Schulbezirke für Haupt- und Realschulen. Da die ehemalige Haupt- und Realschule in Sickte zum Schuljahr 2018/19 Oberschule wird, muss für die Sickter und Cremlinger Kinder, die dann im fünften Schuljahr eine Haupt- oder Realschule anwählen, eine andere Schule gesucht werden. Der Kreis plant nun eine Schulbezirkssatzung, nach der diese SchülerInnen Schulen in Wolfenbüttel besuchen müssten. Die Cremlinger GRÜNEN setzen sich dafür ein, dass es diesen SchülerInnenn, ähnlich wie den GymnasialschülerInnenn, ermöglicht wird, auf Schulen in Braunschweig zu wechseln, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln deutlich besser und schneller zu erreichen sind. „Im Vordergrund sollte immer das Wohl der SchülerInnen stehen“, so Dr. Diethelm Krause-Hotopp. Generell wünschen sich die Cremlinger GRÜNEN eine deutlich mehr regional orientierte Schulpolitik, die nicht an Landkreisgrenzen endet, sondern den SchülerInnen in den jeweiligen Grenzregionen der Kreise und Städte größere Wahlmöglichkeiten einräumt. Als konkretes Ergebnis der Mitgliederversammlung ergab sich somit die Forderung an die Landrätin Christiana Steinbrügge, das Gespräch mit den Verantwortlichen in der Stadt Braunschweig zu suchen, um die Schulen gegenseitig für die Kinder aus dem Landkreis Wolfenbüttel und der Stadt Braunschweig zu öffnen.

Mehr Sicherheit für Radfahrende auf Cremlingens Straßen

Datum 18.06.2018

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Mehr Sicherheit für Radfahrende auf Cremlingens Straßen Viele Radfahrende fühlen sich auf den Durchgangsstraßen unserer Orte im gemischten Verkehr mit Kraftfahrzeugen unsicher oder bedrängt und weichen auf die Fußwege aus. Dies ist zum Teil nicht erlaubt und zudem keinesfalls sicher, wie eine Meldung der Wolfenbütteler Zeitung vom 25.05.18 einmal mehr belegt. Demnach wurde in Cremlingen ein Radfahrer von einem Autofahrer, der von seinem Grundstück auf die Straße fuhr, erfasst. Gemäß ADFC-Fahrradklimatest ist das „Fahren im Mischverkehr mit Kraftfahrzeugen“ eine der am meisten genannten Schwächen in Cremlingen. Der bundesweite Fahrradklimatest nennt dies ebenfalls als einen der häufigsten Missstände. Die Cremlinger GRÜNEN setzen sich deshalb für Maßnahmen zur Verkehrssicherheit für Radfahrende ein und regen an, mit nichtamtlichen Verkehrszeichen an den Durchgangsstraßen auf den erforderlichen Abstand zwischen Pkw und Fahrrad hinzuweisen.

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