Foto: Die Mitglieder der Gemeinderatsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen besichtigen die Freifläche im Wohld in der Nähe der ehemaligen Sendemasten. Vl. Ulrike Siemens, Diethelm Krause-Hotopp, Bernhard Brockmann, Jochen Fuder und Christian Rothe-Auschra.

Stellungnahme der Cremlinger GRÜNEN zum geplanten Großgewerbegebiet:

Man konnte es der Presse entnehmen und es gibt auch schon Verwaltungsvorlagen in Wolfsburg oder auch im Landkreis Wolfenbüttel. Es ist mal wieder ein neues interkommunales Gewerbegebiet geplant, diesmal auf dem Gebiet der Landkreise Helmstedt und Wolfenbüttel, in der Nähe des Autobahnkreuzes Wolfsburg/Königslutter von A2 und A39.

Im Jahr 2020 empfindet es der Regionalverband (RVB) als zukunftsweisend, ein Gewerbegebiet von 186 ha Fläche zu empfehlen. Gewerbegebiet bedeutet Lärm, Gestank, Emissionen, in diesem Fall sogar rund um die Uhr. Die Störung des ländlichen Gebietes, das derzeit überwiegend landwirtschaftlich genutzt wird, durch die Autobahnen A2 und A39 ist schon gravierend genug. In unmittelbarer Nähe zu Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten soll ein Gewerbegebiet entstehen – für Braunschweig und für Wolfsburg – weil Helmstedt nun mal „Flächen“ hat und Geld braucht....   Mehr »

Foto: Der Destedter Schulleiter Ulrich Kleinfeldt (rechts) zeigt Dr. Diethelm Krause-Hotopp und Ulrike Siemens von den Cremlinger Grünen die Lüftungsmöglichkeiten in einem Klassenraum.

Mitglieder der Cremlinger Ratsfraktion der Grünen besuchten Grundschule Destedt

Unter dem Motto „Erst gründlich informieren und dann Forderungen stellen“, informierten sich Ulrike Siemens und Dr. Diethelm Krause-Hotopp, Ratsfraktion der Grünen im Cremlinger Gemeinderat, in der Grundschule Destedt über die aktuelle Coronalage. Schulleiter Ulrich Kleinfeldt stellte die gegenwärtige Situation vor. Bisher hat es in der Grundschule noch keinen Coronafall gegeben. Damit dies auch weiterhin so bleibt, hat die Schule ein Konzept entwickelt, an das sich alle Beteiligten sehr gut halten. „Regelmäßig treffen sich die Grundschulleitungen in der Gemeindeverwaltung, besprechen die Lage und stimmen sich ab. Wir werden von der Gemeindeverwaltung sehr gut unterstützt“, so Schulleiter Kleinfeldt.

In der Grundschule Destedt müssen alle Schüler*innen...   Mehr »

28.10.2020

Gruppe SPD-GRÜNE: Die Sicherheit ist es uns wert

Foto (Diethelm Krause-Hotopp): Die Gruppe SPD-GRÜNE setzt sich für die Sicherheit in der Gemeinde ein. Das neue Multifunktionshaus (gemeinsame Nutzung von Ortsfeuerwehr, DLRG und Schwimmbad) in Hemkenrode.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde einstimmig beschlossen, dass für die Atemschutzgeräteträger der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Cremlingen neue persönliche Schutzausrüstung beschafft werden soll. Dafür stellt die Gemeinde 120.000 € außerplanmäßig bereit.

Die Gemeinde Cremlingen ist für den abwehrenden und vorbeugenden Brandschutz verantwortlich. Dafür ist eine leistungsfähige Feuerwehr zu unterhalten und auszurüsten.

Bei möglichen Brandeinsätzen kann es durch z.B. Rauchgasentzündungen zu gesundheitlichen Belastungen der Einsatzkräfte kommen. 120 Personen sind in den 10 Ortswehren als Atemschutzgeräteträger tätig. Ihre Einsatzüberbekleidung stammt noch aus den Jahren 2007-2012. „Sowohl die Sicherheit der Einsatzkräfte als auch der Einwohner*innen unserer Gemeinde ist uns besonders wichtig“, so Dr. Diethelm Krause-Hotopp, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN.

„Aus Fürsorgegründen ist es erforderlich, die Einsatzkräfte möglichst kurzfristig mit einer persönlichen Schutzausrüstung auszustatten, die die gesteigerten Gesundheitsschutzmerkmale aufweist“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

„Es ist sinnvoll, diese Anschaffung in einem Zug durchzuführen, damit die einzelnen Personen angemessen ausgestattet sind. Für die Sicherheit aller sind wir bereit, auch außerplanmäßig Geld zur Verfügung zu stellen“, so der Fraktionsvorsitzende der SPD, Dr. Peter Abramowski.

19.10.2020

SPD-GRÜNE: Klimaschutz in der Gemeinde Cremlingen

Foto (Aufnahme vor Corona): Die Gruppe SPD-BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Rat der Gemeinde Cremlingen.

Einstimmig nahm der Rat der Gemeinde Cremlingen einen Antrag der Gruppe SPD-BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zum Klimaschutz an.

„Ein weiteres Mal machen wir deutlich, dass wir nicht nur vom Klimaschutz sprechen, sondern in der Gemeinde Cremlingen zukünftig alle Anträge diesem obersten Ziel unterordnen“, so Dr. Diethelm Krause-Hotopp, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/DIE GRÜNEN, die den Antrag initiiert hatten und der auf große Zustimmung der SPD stieß.

Zukünftig sind in der Gemeinde Cremlingen bei sämtlichen Beschlüssen deren Auswirkung auf das Klima zu kennzeichnen und zu berücksichtigen. Dabei sind Lösungen, die sich positiv auf Klima- Umwelt- und Artenschutz auswirken, zu bevorzugen.

Der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Dr. Peter Abramowski, brachte bei der Begründung des Antrages zum Ausdruck, „dass der Klimaschutz eine der wichtigsten politischen Aufgaben der nächsten Jahre sein wird, auch auf kommunaler Ebene. Deshalb sei es wichtig, diesen Aspekt bei jeder kommunalpolitischen Entscheidung im Blick zu haben und zu berücksichtigen."

Foto (Diethelm Krause-Hotopp): Nach Beschluss des Rates soll dieses Schild ans Cremlinger Rathaus angebracht werden.

In der jüngsten Ratssitzung des Cremlinger Gemeinderates wurde über den Antrag der Gruppe SPD-BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN „Respekt – Kein Platz für Rassismus“ entschieden. Bereits 2006 wurde diese Initiative „Respekt! – Kein Platz für Rassismus“ gegründet. Inzwischen hängen an zahlreichen Gebäuden in der Bundesrepublik diese Schilder.

In den vergangenen Jahren hat sich der Rechtsruck in unserer Gesellschaft verstärkt und durch Taten zugespitzt. Auf der Straße, im Betrieb, in den Medien und in der Politik begegnen uns rassistische und demokratiefeindliche Aussagen. Ehrenamtliche Helfer, Polizei und Feuerwehr werden bei ihren Einsätzen nicht nur angepöbelt, sondern inzwischen auch tätlich angegriffen.

Nach Prüfung des Antrages schlägt die Verwaltung vor, am Rathaus in Cremlingen ein entsprechendes Schild anzubringen. Weiterhin wird die Verwaltung beauftragt...   Mehr »

Foto (Diethelm Krause-Hotopp): Die 51 Wohnungen im 1. Bauabschnitt im Cremlinger Holzweg sind überwiegend vermietet.

Aus Anlass des Richtfestes des 2. Bauabschnitts der von der Cremlinger Wohnungsbau Gesellschaft (CWG) in Cremlingen im Holzweg errichteten Mehrfamilienhäuser wurde bekannt gegeben, dass in dem 1. Bauabschnitt zwölf (von insgesamt 51) Wohnungen öffentlich gefördert sind. Das sind etwas mehr als 20% der bezugsfertigen Wohnungen. Dies wird von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auch ausdrücklich mitgetragen. Sechs dieser Sozialwohnungen konnten bisher nicht vermietet werden, da sich für die barrierefreien und rollstuhlgerechten Wohnungen keine für den sozialen Wohnungsbau mietberechtigten Mieter gefunden haben. Nach § 49 NBauO ist die CWG verpflichtet, eine entsprechende Anzahl barrierefreier und rollstuhlgerechter Wohnungen anzubieten. In der Gemeinde Cremlingen und dem Landkreis Wolfenbüttel scheint es jedoch aktuell keinen entsprechenden Bedarf zu geben. Dies ändert jedoch nichts an der bestehenden gesetzlichen Verpflichtung. Die CWG ist nun bemüht,...   Mehr »

02.10.2020

40 Jahre – und immer noch unbequem

Jubiläum der GRÜNEN im Kreisverband Wolfenbüttel

Der Kreisverband Wolfenbüttel der GRÜNEN wird in diesem Jahr 40. Vorgesehen war ein rauschendes Fest, angemessen feierlich und doch etwas wild, wie es sich gehört, wenn man ein etwas gesetzteres Alter erreicht, aber doch noch nicht zu saturiert ist. Sollte aus bekannten Gründen nicht sein! Also mussten sich die GRÜNEN auf eine Ausstellung beschränken, draußen und mit Corona-Abstand.

Schön und spannend war’s trotzdem. Der grüne Landesverband hatte eine „Pop-up“-Ausstellung zur ebenfalls 40jährigen Geschichte der Landesgrünen beigesteuert, die zum Glück regenfest vor dem GRÜNEN Büro aufgebaut werden konnte. Ulrike Siemens, Co-Sprecherin des Kreisverbandes, und Angelika Uminski als Geschäftsführerin hatten.

In tagelanger Arbeit alte Unterlagen gesichtet und mit alten Dokumenten und Bildern eine Wolfenbütteler „Geschichtssäule“ gestaltet. Besonders wertvoll war dabei das Archiv von Jürgen Kumlehn, dem auf diesem Wege noch einmal besonders gedankt werden soll.

Neben vielen interessierten Besuchern entwickelte sich der Vormittag zu einer Art „Familientreffen“. Wolfenbütteler GRÜNE der ersten Stunde wie Kreistagsmitglied Hilmar Nagel kamen vorbei, erkannten sich auf den Bildern und Zeitungsausschnitten und erzählten die Geschichten zu den Bildern und zu den Aktionen. Häufig waren Lachen und ein vertrautes „Weißt du noch..?“ zu hören.

Auch wenn die GRÜNEN heute (meistens) seriöser auftreten, die Frisuren und die Bärte nicht mehr so wild sind, scheint doch immer wieder der alte Kampfesgeist durch, vor allem, wenn es um ökologische oder soziale Fragen geht.

Der Wolfenbütteler Teil der Ausstellung wird zukünftig dauerhaft in Form einer „Geschichtswand“ im GRÜNEN Büro zu sehen sein.

19.08.2020

GRÜNE Wolfenbüttel bekennen sich zum Volksbegehren Artenvielfalt

Seit Mitte Juni werden in Wolfenbüttel wie überall in Niedersachsen Unterschriften gesammelt. Rund 50 Aktionsgruppen in ganz Niedersachsen und viele Einzelpersonen sammeln vor Ort Unterschriften für das Volksbegehren Artenvielfalt. „Das Volksbegehren ist darauf gerichtet, ein von den Bürgern gefordertes, Gesetz zu erlassen. In diesem Fall betrifft der größte Teil der mit dem Volksbegehren angestrebten Änderungen das Niedersächsische Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz. Das bedeutet, wir möchten das Niedersächsische Naturschutzrecht zum Wohl der Artenvielfalt ändern. Zusätzlich streben wir einige Änderungen des Niedersächsischen Wassergesetzes und des Niedersächsischen Waldgesetzes an“, erklärt Angelika Uminski-Schmidt. „Die Sammlung der Unterschriften geht gut voran und zeigt, wie wichtig den Menschen ein besserer Naturschutz in Niedersachsen ist“, sagt Ulrike Siemens. „Den Menschen ist der Tier- und Pflanzenschutz wichtig und sie wollen etwas tun. Sie sehen die ausgeräumten Landschaften mit immer weniger Hecken und blühenden Wiesen und sind besorgt über die Gefahren des hohen Pestizideinsatzes einer immer intensiveren Landwirtschaft für Insekten, Vögel und viele weitere Tier- und auch Pflanzenarten. Aktuelle Berichte wie zuletzt der der Bundesregierung zur Lage der Natur machen deutlich: Wenn wir nicht schnellstmöglich gegensteuern, gehen Arten unwiederbringlich verloren, mit noch unabsehbaren Folgen für ganze Ökosysteme“, so Siemens.

Ein Teil der Landwirte kritisieren allerdings den Volksentscheid mit dem Verweis auf den „Niedersächsischen Weg“, eine von Landwirtschaft und Umweltverbänden erarbeitete Absichtserklärung für einen besseren Artenschutz. „Der Niedersächsische Weg greift viele Aspekte unseres Volksbegehrens auf und deshalb ist es richtig, dass die Umweltverbände diese Absichtserklärung unterschrieben haben und gleichzeitig das Volksbegehren Artenvielfalt vorantreiben, denn ohne das Volksbegehren ist und bleibt der von der Landesregierung propagierte Niedersächsische Weg eine Sackgasse“, meint Hilmar Nagel, der selbst seit vielen Jahren als Biolandwirt arbeitet. Nagel erinnert an die niedersächsische Tradition, sich im Naturschutz weitgehend auf Ankündigungen zu beschränken: „Das kennen wir vom Moorschutz, wo seit über 30 Jahren nichts passiert, das kennen wir bei der Umsetzung europäischer Naturschutzvorgaben, wo Niedersachsen nur durch Androhung hoher Strafzahlungen langsam reagiert und das befürchten wir auch beim Niedersächsischen Weg. Solange der Landtag kein wirksames Gesetz beschlossen hat, werden wir weiter Unterschriften für das Volksbegehren sammeln.“ Das Verhalten von Teilen der Landwirtschaft, die derzeit versuchen, die Bevölkerung mit Unwahrheiten zu verunsichern und dadurch das Volksbegehren zu verunglimpfen, kann Nagel nicht nachvollziehen: „Nicht der Naturschutz ist für die Probleme der Landwirte verantwortlich. Die zunehmende Massenproduktion in großen Betrieben mit immer intensiverer Landnutzung und das Höfesterben sind zwei Seiten einer Medaille: nämlich einer verfehlten Agrarpolitik der vergangenen Jahrzehnte. Das muss sich ändern und das ist auch das Ziel des Volksbegehrens!“

Bild (U. Siemens): Der GRÜNE Tag der Cremlinger GRÜNEN

Schwerpunkt Kommunalwahl

Die Cremlinger GRÜNEN nahmen sich am letzten Samstag einen ganzen Tag Zeit, um im DGH in Abbenrode ausführlich und in der gebotenen Tiefe wichtige politische Themen zu besprechen. Ganz oben auf der Tagesordnung stand die Kommunalwahl im kommenden Jahr und die Frage: Was haben wir von dem, was wir uns für die laufende Wahlperiode vorgenommen haben, erreicht?
„Die Bilanz kann sich durchaus sehen lassen“, zog Diethelm Krause-Hotopp, grüner Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat Cremlingen ein erstes Fazit.

Allgemein positiv bewertet wurde die Entwicklung im Bildungsbereich, der die Schulen und die Kitas umfasst. Die Schulstandorte konnten alle erhalten werden, die Qualität in den Cremlinger Kitas ist überdurchschnittlich....   Mehr »

18.07.2020

Gemeinde Cremlingen unterstützt den Wendehals

Foto (Martin Steinmann): Der Wendehals

Die Herzogsberge bei Cremlingen haben eine wichtige Bedeutung für Naturschutz und Naherholung. Die Grünlandbereiche haben sich zu einer Landschaft mit nährstoffarmen Böden und besonderen Lebensbedingungen für seltene und bestandsbedrohte Tier- und Pflanzenarten entwickelt.
2006 konnte Martin Steinmann hier das erste Wendehalsbrutpaar nachweisen. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz gehört der Wendehals zu den streng geschützten Arten.

Aus dem Vogelkundlichen Bericht Niedersachsens 2012 wird deutlich, welche Besonderheit wir in den Herzogsbergen noch haben. Auch in diesem Jahr haben wieder Wendehälse hier gebrütet.

Als Höhlenbrüter, der sich selbst keine Höhle baut, ist er auf das Vorhandensein von natürlichen Baumhöhlen, die sich besonders in Altbäumen befinden, angewiesen.

Da es an natürlichen Bruthöhlen mangelt und den Cremlinger Grünen das Naturschutzgebiet Herzogsberge besonders am Herzen liegt, spendeten sie bereits zwei zusätzliche Nisthöhlen. Auf der jüngsten Sitzung des Umwelt-, Planungs- und Energieausschusses regte Bernhard Brockmann (grüner Ortsbürgermeister in Abbenrode) an, weitere fünf Nisthöhlen für den Wendehals anzuschaffen. Ina Weber-Schönian (Verwaltung Cremlingen) sagte die Beschaffung der Nisthöhlen zu.

„Auch mit kleinen Initiativen können wir einiges für unsere Umwelt tun“, freute sich Bernhard Brockmann über die Zusage.

08.07.2020

Klimaschutz auch in Corona-Zeiten

Foto (Aufnahme vor Corona): Die Gruppe SPD-Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Rat der Gemeinde Cremlingen.

Durch die Corona-Pandemie scheint der Klimaschutz teilweise etwas aus dem Blickfeld und den Schlagzeilen geraten zu sein. Dies ändert aber nichts daran, dass ein effektiver Klimaschutz nach wie vor zu den vorrangigen Aufgaben der Politik - auch auf kommunaler Ebene - gehört. Die Gruppe SPD - Bündnis 90/Die Grünen hat deshalb in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Cremlingen einen Antrag eingebracht, mit dem die Ratsgremien der Gemeinde verpflichtet werden sollen, bei sämtlichen Beschlüssen deren Auswirkungen auf das Klima zu berücksichtigen und Lösungen zu bevorzugen, die sich positiv auf Klima-, Umwelt- und Artenschutz auswirken.

Der Vorsitzende der Gruppe Dr. Peter Abramowski brachte bei der Einbringung des Antrags zum Ausdruck, dass bei der Erstellung der Beschlussvorlagen zukünftig verpflichtend nicht nur die finanziellen Auswirkungen des Beschlusses, sondern auch die Auswirkungen auf das Klima und die Umwelt dargestellt und bedacht werden sollen. In einem Jahr sollen im Umwelt-, Planungs- und Energieausschuss des Gemeinderats Nutzen und Aufwand dieser Vorgehensweise evaluiert werden.

„Die Gemeinde sollte bei ihren Entscheidungen mit positivem Beispiel vorangehen, um so zu zeigen, dass wir uns auch weiterhin ‚Klimakommune‘ nennen können“, ergänzt der Fraktionsvorsitzende der Grünen Dr. Diethelm Krause-Hotopp.

01.07.2020

„Respekt! – Kein Platz für Rassismus“

Foto (Aufnahme vor Corona): Die Gruppe SPD-Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Rat der Gemeinde Cremlingen.

Gruppe SPD-Grüne bringt Antrag ein

Cremlingen. In der jüngsten Ratssitzung brachte die Gruppe SPD-Bündnis 90/Die GRÜNEN im Rat der Gemeinde Cremlingen ihren bereits im März beschlossenen Antrag „Respekt – Kein Platz für Rassismus“ ein. Bereits 2006 wurde „Respekt! – Kein Platz für Rassismus“ gegründet und wird aktiv von der IG Metall unterstützt.

Im Antrag von SPD-GRÜNE wird die Verwaltung der Gemeinde Cremlingen gebeten zu prüfen, „an welchen Gebäuden in der Gemeinde Cremlingen die Anbringung“ dieses Schildes möglich ist.
„Wir erleben gegenwärtig in unserer Gesellschaft eine Zunahme von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus und sollten dagegen ein Zeichen setzen“, so der Gruppensprecher Dr. Peter Abramowski.

In den vergangenen Jahren hat sich der Rechtsruck in unserer Gesellschaft zuge-spitzt und verstärkt. Auf der Straße, im Betrieb, in den Medien und in der Politik begegnen uns rassistische und demokratiefeindliche Aussagen.

„Die Gemeinde Cremlingen steht für ein respektvolles Miteinander in einer offenen und vielfältigen Gesellschaft. Wir müssen unsere freiheitlich-demokratischen Grundwerte verteidigen“, ergänzt der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Dr. Diethelm Krause-Hotopp.

11.06.2020

GRÜNE: Einwohner*innen sollen über Straßenausbaubeiträge entscheiden

Abbenrode. Auf der jüngsten Mitgliederversammlung der Cremlinger Grünen wurde wieder einmal über die Straßenausbaubeitragssatzung in der Gemeinde Cremlingen diskutiert. Sollen sich die Grundbesitzer mit einem gewissen Betrag beteiligen oder sollen die Kosten komplett aus dem Gemeindehaushalt finanziert werden? Bundesweit gibt es bei den Parteien dazu unterschiedliche Positionen: mal ist die CDU dafür, mal dagegen, genauso verhält es sich bei der SPD und den Grünen.

Nachdem die CDU die Beitragssatzung vor Jahren in unserer Gemeinde eingeführt hat, will sie diese nun abschaffen, ohne zu sagen, woher die fehlenden Mittel genau kommen sollen – am Anfang wollte sie noch die Grundsteuer zum Ausgleich erhöhen. Die Fraktionen von SPD und Bündnisgrünen im Rat sprachen sich bisher für eine geänderte Satzung aus (die noch erarbeitet werden muss), um Härten zu mildern und den Wünschen der Grundstückbesitzer entgegen zu kommen.

Nun schlagen die Cremlinger Grünen vor, dass im Rahmen der Kommunalwahl im nächsten Jahr die Einwohner*innen befragt werden sollen. „Dies ist die demokratischste Form und entspricht der grünen Grundüberzeugung von Basisdemokratie“, so Andreas Schlechtweg, Mitglied im Cremlinger Ortsrat. Auch der grüne Ortsbürgermeister von Abbenrode, Bernhard Brockmann, sprach sich für dieses Vorgehen aus, weil „es gute Gründe für die Beibehaltung der Satzung gibt, aber durchaus auch Argumente für die Abschaffung. Nun kann aber jeder an der Entscheidung mitwirken – demokratischer geht es nicht!“

Foto (Krause-Hotopp): Blick auf das Naturschutzgebiet Herzogsberge bei Cremlingen.

Da demnächst die Ausschüsse der Gemeinde Cremlingen wieder tagen, trafen sich die Mitglieder der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, um die weitere Arbeit zu besprechen. Trotz der Debatte über die aktuelle Situation zu Corona darf die Umwelt- und Klimaschutzpolitik nicht vergessen werden. „Wenn wir in der Klimaschutzpolitik auch so handeln würden wie in der Coronakrise, wäre mir um die Zukunft nicht bange“, so Fraktionsvorsitzender Diethelm Krause-Hotopp

In einem Antrag für die kommende Sitzung des Gemeinderates sprechen sich die Grünen für die naturnahe Umwandlung von Grünflächen, die in der Hand der Gemeinde liegen, aus. „Hier könnten Rasenflächen in Wildkräuterwiesen umgewandelt und insektenfreundliche Stauden und Gehölze gepflanzt werden“ so Christian Rothe-Auschra, Bürgermitglied im Umweltausschuss....   Mehr »

14.05.2020

Grüne Cremlingen: Gastronomische Pachtbetriebe der Gemeinde unterstützen

Foto (Diethelm Krause-Hotopp): Die Abbenroder Mühle mit dem Mühlencafe.

Da demnächst die Ausschüsse der Gemeinde Cremlingen wieder tagen, trafen sich die Mitglieder der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, um die weitere Arbeit zu besprechen. Dabei stand die aktuelle Situation zu Corona im Mittelpunkt der Sitzung.

Ängste und Zweifel schüren und gleichzeitig wissenschaftliche Erkenntnisse zu ignorieren wird leider im Moment von zahlreichen Demonstranten und AfDlern vorgetragen. Angstpolitik ist im Kern auf Zerstörung angelegt und hat mit kreativen und konstruktiven Suchen nach Lösungen nichts zu tun. Hass, Hetze und Angstpolitik lösen diese Krise nicht!

In Zeiten von Corona machen sich die Grünen Gedanken über die Zukunft der von der Gemeinde verpachteten Gastronomiebetriebe, z.B. Mühlencafé und die DGHs in Weddel und Gardessen. „Diese Betriebe haben für das Dorfleben eine wichtige Bedeutung und sollten unsere Solidarität erfahren“, so Ulrike Siemens. Die Cremlinger Grünen beschlossen daher einen Antrag einzubringen, diesen Betrieben die Pacht um 50% zu erlassen.

Dem zunehmenden Rechtsruck muss mit der Verteidigung unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung begegnet werden. Um ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung zu setzen, beantragen die Grünen die Prüfung, an welchen Gebäuden der Gemeinde die Anbringung des Schildes „Respekt-Kein Platz für Rassismus“ möglich sein könnte.

01.05.2020

Grüne spenden erneut Bruthöhle für den Wendehals

Foto (Martin Steinmann): Der Wendehals
Foto (Diethelm Krause-Hotopp): Martin Steinmann an einer Bruthöhle für den Wendehals.

Die Herzogsberge bei Cremlingen haben eine wichtige Bedeutung für Naturschutz und Naherholung. Die Grünlandbereiche haben sich in der Vergangenheit als Truppenübungsplatz zu einer Landschaft mit nährstoffarmen Böden und besonderen Lebensbedingungen für seltene und bestandsbedrohte Tier- und Pflanzenarten entwickelt.

2006 konnte Martin Steinmann hier das erste Wendehalsbrutpaar nachweisen. Aus dem Vogelkundlichen Bericht Niedersachsens 2012 wird deutlich, welche Besonderheit wir in den Herzogsbergen noch haben. Nach dieser Untersuchung ist der Wendehals in Niedersachsen tatsächlich von ca. 2000-3000 Paaren Anfang der 80er Jahre auf ca. 100-200 heute gesunken. Vor allem Lebensraumzerstörung durch intensivierte Landnutzung, Vernichtung von Streuobstwiesen, Verlust von Trockenrasengebieten, Überdüngung und der verstärkte Einsatz von Bioziden sind wesentliche Faktoren für den Rückgang. Da der Wendehals ein Zugvogel ist und im Winter nach Afrika zieht, kommen Verluste auf dem Zug und im Winterquartier noch hinzu.

Als Höhlenbrüter, der sich selbst keine Höhle baut, ist er auf das Vorhandensein von natürlichen Baumhöhlen, die sich besonders in Altbäumen befinden, angewiesen. Der Wendehals benötigt als Nahrung bestimmte Ameisenarten. In sehr geringem Umfang verzehrt er auch Blattläuse, Schmetterlingsraupen oder Käfer sowie Früchte und Beeren. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz gehört der Wendehals zu den streng geschützten Arten.

„Wenn wir nichts für den Wendehals tun, wird er in absehbarer Zeit bei uns aussterben“, so Martin Steinmann. Inzwischen hat er über 50 Bruthöhlen aufgehängt und konnte in diesem Jahr bereits zwei Brutpaare nachweisen.

Da den Cremlinger Grünen das Naturschutzgebiet Herzogsberge besonders am Herzen liegt, spendeten sie eine zusätzliche Nisthöhle. „Das Nistkastenprogramm ist auf jeden Fall sinnvoll und vielleicht gelingt es uns ja, die Herzogsberge zu einem Wendehalszentrum werden zu lassen“, so Christian Rothe-Auschra vom Vorstand der Cremlinger Grünen.

„Es wäre sehr schön, wenn bei den zukünftigen Pflegemaßahmen in Randbereichen auch die Ansprüche dieser sehr interessanten Vogelart berücksichtigt würden, damit die Nistkästen nicht ganz umsonst aufgehängt wurden“, sagt Martin Steinmann.

24.04.2020

Natur im Wohld bewahren und nicht zerstören

Foto (Diethelm Krause-Hotopp): Hier soll nach den Vorstellungen von Naturschutzverbänden und Cremlinger Grünen unzerstörte Natur erhalten bleiben. Die CDU möchte diese Flächen als Parkplätze für LKWs.

Massiv wird von der CDU/FDP-Gruppe im Rat der Gemeinde Cremlingen in Pressemitteilungen gefordert, im Wohld, in der Nähe der Anschlussstelle der A 39 Abfahrt Scheppau, ein Gewerbegebiet zu errichten. Dabei wird auf die Spedition VTL in Cremlingen verwiesen, die, nach CDU Angaben eine Fläche von 50.000 Quadratmetern benötigt. Und diese Fläche soll sie nach den Vorstellungen der CDU in der bisher noch unverbauten Natur im Wohld bekommen.

„In Sonntagsreden spricht die CDU-Cremlingen gern von ‚Schöpfung bewahren‘, hier soll aber massiv Natur zerstört werden. Greenpeace hat mit Recht das „C“ vom Parteihaus der CDU abmontiert“, so Fraktionssprecher Dr. Diethelm Krause-Hotopp. „Die Flächen im Wohld für Parkplätze zu zerstören, wird von uns vehement abgelehnt“, ergänzt Ulrike Siemens, Sprecherin des Ortsverbands. Bernhard Brockmann (Grüne), Ortsbürgermeister von Abbenrode, wies auf den Beschluss des Ortsrates Abbenrode hin, der sich einstimmig (mit den Stimmen der CDU-Vertreter) gegen ein mögliches Gewerbegebiet im Wohld aussprach.

Naturschutzverbände gegen weitere Landschaftszerstörung

Gemeinsam mit den Naturschutzverbänden wird eine Flächenversieglung im Wohld abgelehnt. Für Karl-Friedrich Weber von der Landesbürgerinitiative Umweltschutz (LBU) und dem BUND Helmstedt wird „eine Erholungslandschaft wie der Wohld für den Wohnwert der Bürger Cremlingens von größerer Bedeutung sein als ein Gewerbegebiet".

Dr. Eva Goclik, Vorsitzende der Kreisgruppe Braunschweig des BUND, machte deutlich, dass das geplante Gewerbegebiet nicht sinnvoll an den öffentlichen Personennahverkehr angeschlossen werden könne. So sei „vorprogrammiert, dass weiterer motorisierter Individualverkehr erzeugt wird, was angesichts von Erfordernissen des Klimaschutzes nicht vertretbar ist und zusätzlich zur Lärmbelastung der anliegenden Dörfer führt.“ Außerdem zweifelte sie an dem wirtschaftlichen Nutzen angesichts der Konkurrenz durch diverse bereits geplante Gewerbegebiete in der Region.

Diplom Biologin Susanne Kracht erklärte für die BUND-Kreisgruppe Wolfenbüttel, dass offene, weit einsehbare Landschaftsbereiche, die nicht beackert werden, in unserem Landkreis selten seien und eine wichtige Bedeutung für Naturschutz und Naherholung haben. „Durch die Schaffung von Gewerbeflächen auf dem Gebiet der ehemaligen Sendeanlagen Wohld wäre der besondere Charakter der freien Grünlandflächen unwiederbringlich zerstört.“

Peter Velten vom NABU Wolfenbüttel machte an zahlreichen Beispielen deutlich, dass der geplante Raum vor allem Bedeutung als Nahrungs- und Rastgebiet für die reiche Vogelwelt (z.B. Kiebitze, Stare, Greifvögel und Kraniche) der näheren Umgebung habe. Das Grünland böte Brutmöglichkeiten für Wiesenvögel wie Feldlerche und Wiesenpieper. Er befürchtet, dass die Zunahme des Verkehrs, besonders des Schwerlastverkehrs, nicht nur die angrenzenden Dörfer belasten würde, sondern auch das Landschaftsschutzgebiet Wohld, das auf ganzer Länge durchquert werden müsste. „Auf lange Sicht zählt, was erhalten bleibt: die unverbaute Landschaft und nicht ein Großparkplatz für Diesel-LKW“, so Peter Velten.

24.04.2020

Blut für Öl im KZ Schandelah

15.04.2020

75. Jahrestag der Befreiung

05.04.2020

Das Ende des KZ Schandelah-Wohld

24.03.2020

Cremlinger Ratsfraktion der Grünen besuchte IGS in Schöppenstedt

Foto (privat): Mitglieder der Cremlinger Ratsfraktion besuchten gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Julia Hamburg die IGS in Schöppenstedt. Von links: Horst Gilarski, Bernhard Brockmann, Julia Hamburg (MdL), Schulleiter Ulf Blanke, und Diethelm Krause-Hotopp.

Mitglieder der Ratsfraktion der Cremlinger Grünen besuchten gemeinsam mit Julia Hamburg, Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen im Niedersächsischen Landtag, die Integrierte Gesamtschule (IGS) in Schöppenstedt. Seit dem Schuljahr 2017/18 wird die IGS in Schöppenstedt aufgebaut. Geplant waren drei Klassen pro Jahrgang, inzwischen gibt es aber bereits vier Klassen im 6. und 7. Jahr-gang.

Schulleiter Ulf Blanke hob die gute Infrastruktur im direkten Umfeld der Schule hervor: Kita, Grundschule, das Freibad und die Eulenspiegelhalle liegen in unmittelbarer Nähe. „Wir haben hier einen campusähnlichen Charakter und sehr gute Bedingungen für eine IGS“.

Alle Kinder lernen von der 5. bis zur 10. Klasse im Klassenverband, die einen werden gefordert, die anderen zusätzlich gefördert. Statt Noten gibt es für jedes Kind einen individuellen Lernentwicklungsbericht. Soziales Training dient dazu, die Zusammenarbeit zu stärken. Jede Klasse wird von zwei Lehrkräften (Frau/Mann) geleitet, die einen großen Teil des Unterrichts abdecken und die Klasse möglichst während der gesamten Schulzeit begleiten.

„Wir haben hier sehr engagierte junge Lehrkräfte, die mit den modernen Medien gut vertraut sind“, erläutert der Schulleiter die Vorzüge seiner Schule. So ist die IGS Schöppenstedt die erste Tabletschule im Landkreis, jede Schülerin/ jeder Schüler hat sein eigenes iPad zum individuellen Lernen.

Nachhaltigkeit im Schulalltag ist der Schule besonders wichtig. Die Schülerinnen und Schüler sollen ein Verantwortungsbewusstsein für sich, andere und ihre Umwelt entwickeln und handlungs- und reflexionsfähig werden. „Auch aus dem Bereich der Gemeinde Cremlingen können Kinder zur IGS nach Schöppenstedt kommen. Diese kleine Schule für alle Kinder im Aufbau bietet viele Vorteile“, hebt Ulf Blanke am Schluss noch einmal hervor.

Foto: Die Mitglieder der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Gemeinde Cremlingen. V.l.: Christian Rothe-Auschra (Bürgermitglied), Jochen Fuder, Ulrike Siemens, Bernhard Brockmann, Diethelm Krause-Hotopp und Horst Gilarski (Bürgermitglied).

Gemeinde Cremlingen investiert in die Zukunft

Cremlingen. Einstimmig verabschiedete der Rat der Gemeinde Cremlingen die Haushaltssatzung 2020. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hatte in der Vorbereitung zahlreiche Gespräche mit dem Kämmerer der Gemeinde, Stefan Thiele, um von ihm über den aktuellen Stand der Haushaltssituation informiert zu werden.

„Wir investieren in die Zukunft“ war das Motto der Haushaltsrede des Fraktionsvorsitzenden der Grünen. Dr. Diethelm Krause-Hotopp wies zu Beginn darauf hin, dass die Hebesätze der Gemeinde Cremlingen seit vielen Jahren konstant gehalten werden konnten und weit unter dem Landesdurchschnitt liegen.

Fake-News der CDU

Aus dieser positiven Feststellung machte die CDU nun...   Mehr »

Foto (privat): Teilnehmerinnen und Teilnehmer des von den Cremlinger Grünen organisierten Besuchs der Hinrichtungsstätte in der JVA Wolfenbüttel.

„Scharfrichter, walten Sie Ihres Amtes!“

Cremlingen. Die Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus und die gegenwärtigen Tendenzen völkisch-nationalistischen Denkens in der AfD sind bei Cremlinger Grünen regelmäßige Themen. Nun hatten sie einen Besuch in der NS-Gedenkstätte der JVA in Wolfenbüttel organisiert und sahen sich auch das neue Dokumentationszentrum an.

Dr. Gustav Partington, Mitarbeiter der Gedenkstätte, erläuterte der Gruppe die Geschichte der Wolfenbütteler Justizvollzugsanstalt. Im Mittelpunkt standen dabei die Jahre zwischen 1937 und 1945. In dieser Zeit war das Gefängnis die zentrale Hinrichtungsstätte in Nordwestdeutschland gewesen. 526 Menschen (Zwangsarbeiter, Zivilisten, Wehrmachtsangehörige, Widerstandskämpfer,...   Mehr »

Foto: Die Mitglieder der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Gemeinde Cremlingen. V.l.: Christian Rothe-Auschra (Bürgermitglied), Jochen Fuder, Ulrike Siemens, Bernhard Brockmann, Diethelm Krause-Hotopp und Horst Gilarski (Bürgermitglied).

Viele Aufgaben werden angepackt

Cremlingen. Erneut traf sich die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Gemeinde Cremlingen mit dem Kämmerer der Gemeinde, Stefan Thiele, um von ihm über den aktuellen Stand der Haushaltssituation informiert zu werden.
Dabei wurde wieder deutlich, dass gesetzliche Vorgaben des Landes die finanziellen Spielräume der Gemeinde einengen; so wird z.B. jährlich ein sechsstelliger Betrag durch die Gebührenfreiheit im letzten KiTa-Jahr nicht vom Land ausgeglichen, und immer höhere Anforderungen an den Brandschutz haben in der Summe der Jahre inzwischen Millionenbeträge erfordert.
Unverhofft drängt sich aktuell die ebenfalls millionenschwere Sanierung des Trinkwassernetzes der Grundschule und Sporthalle Weddel in den Vordergrund, so dass andere geplante Vorhaben noch einmal verschoben werden müssen.   Mehr »

Foto: Dr. Diethelm Krause-Hotopp (Fraktionsvorsitzender der Grünen im Gemeinderat Cremlingen), Andreas Schlechtweg (Mitglied der Grünen im Ortsrat Cremlingen) und Dr. Christian Rothe-Auschra (Bürgermitglied im Umwelt- und Planungsausschuss der Gemeinde Cremlingen) schauen sich in den Herzogsbergen bei Cremlingen die neue Wegekonzeption an.

Dr. Diethelm Krause-Hotopp und Jochen Fuder zu den Herzogsbergen

Die Partei Bündnis 90/Die Grünen setzt sich für den Natur- und Umweltschutz ein. Mit der Ausweisung der Herzogsberge zum Naturschutzgebiet durch den Landkreis Wolfenbüttel am 18. Juli 2019 wurde eine wichtige Forderung der Cremlinger Grünen erfüllt. Ein Naturschutzgebiet wird nur dann beschlossen, wenn es sich um ein Gebiet mit besonderem Artenreichtum handelt und dieser wertvolle Lebensraum auch für die Zukunft gesichert werden soll. Bis vor 15 Jahren galt für die Herzogsberge ein Betretungsverbot, weil dort die Bundeswehr übte. Inzwischen gehört es der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die, wie auch die zuständige Untere Naturschutzbehörde, erlaubt, das Gebiet zu betreten, weil die Herzogsberge auch große Bedeutung für die Naherholung im Cremlinger und Braunschweiger Raum haben. Dabei sind natürlich Regeln einzuhalten, um Flora und Fauna zu schützen....   Mehr »

Foto (privat). Die Gemeinderatsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen besuchte die Polizei in Cremlingen v.l.: Ulrike Siemens, Christian Rothe-Auschra, Bernhard Brockmann, Jochen Fuder und Diethelm Krause-Hotopp.

Polizeistation Cremlingen zeigt mehr Präsenz

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen führte mit der Leiterin der Polizeistation Cremlingen, Sabine Bosse, ein Informationsgespräch zur aktuellen Lage. Die Grünen nutzten das Gespräch, um über gegenwärtige Probleme in der Gemeinde Cremlingen zu sprechen. „Durch die Neubesetzung von drei Stellen können wir nun viel präsenter in den Ortschaften sein. Es weht ein frischer Wind in Cremlingen“, so Sabine Bosse. Dies konnte Ortsbürgermeister Bernhard Brockmann bestätigen, der auch häufiger Polizeiautos durch die Orte fahren sieht. „Die Menschen in den Ortschaften müssen das Gefühl haben, dass sie hier sicher leben können“, so Fraktionsvorsitzender Jochen Fuder. Dazu trägt auch die gute Abstimmung mit den Polizeistationen in Schöppenstedt und Sickte bei.

Auf Wohnungseinbrüche angesprochen,...   Mehr »

Foto: Die Mitglieder der Gemeinderatsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen besichtigen die Freifläche im Wohld in der Nähe der ehemaligen Sendemasten. Vl. Diethelm Krause-Hotopp, Ulrike Siemens, Bernhard Brockmann, Jochen Fuder und Christian Rothe-Auschra.

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Cremlinger Gemeinderat beschloss auf ihrer jüngsten Sitzung, den CDU/FDP-Antrag auf Errichtung eines Gewerbegebietes in der freien Landschaft im Wohld abzulehnen. Wenn es nach der CDU/FDP-Gruppe geht, soll an der Anschlussstelle Scheppau der A 39, im Bereich der ehemaligen Sendemasten, ein großes Gewerbegebiet entstehen.

„Die freie Landschaftsfläche im Wohld muss als Freifläche für Natur und Umwelt unverbaut erhalten bleiben“, so der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Diethelm Krause-Hotopp.

Durch die Schaffung von Gewerbeflächen auf diesem Gebiet wäre der besondere Charakter der freien Grünlandflächen unwiederbringlich zerstört.

Und Jochen Fuder, Vorsitzender des Umwelt- und Planungsausschusses, ergänzt: „Der Wohld ist eine der wenigen weit einsehbaren Flächen im Landkreis Wolfenbüttel, die bisher weder beackert...   Mehr »

05.12.2019

Gruppe SPD-GRÜNE stellt Resolutionen im Cremlinger Gemeinderat zur Abstimmung

Cremlingen: Auf Initiative der Cremlinger Grünen wird die Gruppe SPD-GRÜNE zwei Resolutionen in die nächste Sitzung des Cremlinger Gemeinderates einbringen. Angesichts der dramatischen Vorgänge im Mittelmeer sollte die Gemeinde Cremlingen nach Ansicht der Gruppe ein positives Zeichen setzen und sich als „Sicherer Hafen“ deklarieren. Damit will die Gemeinde Cremlingen ihre Solidarität mit Geflüchteten zeigen, die auf dem Mittelmeer in Seenot geraten. Die Gemeinde Cremlingen sollte im Rahmen ihrer Möglichkeiten aus Seenot Gerettete aufnehmen, wird in der Resolution gefordert.

In der zweiten Resolution soll die Aktion von Aktivisten aus der Landwirtschaft vor dem Privathaus eines Mitglieds des Cremlinger Gemeinderates verurteilt werden. „Der Gemeinderat sieht in der Demonstration vor ihrem Privathaus eine schwere Verletzung der Privatsphäre“ und „verurteilt diese Aktion aufs Schärfste“, heißt es in der Resolution.

Mit gemischten Gefühlen blickt Ulrike Siemens, die Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Gemeindeverband Cremlingen, auf den vergangenen Sonntag zurück. Morgens um kurz nach 9 standen plötzlich ca. 20 Personen unangekündigt vor ihrer Tür, allesamt Landwirte mit ihren Familien aus Salzgitter. Mitgebracht hatten sie eine Schubkarre voller Pferdeäpfel, weil sie mit einer Pressemitteilung der Cremlinger GRÜNEN nicht einverstanden waren, die sich kritisch mit den grünen Kreuzen und Mahnfeuern auseinandersetzte.

„Erst im Nachhinein ist mir die Übergriffigkeit der Aktion so richtig klar geworden“, so Ulrike Siemens, die sich der Diskussion mit den Landwirten stellte. Die Landwirte seien zwar mit Kaffee, aber auch mit Fahnen und einem Megaphon, das allerdings nicht zum Einsatz kam, angerückt.

„Wir sind und waren auf unseren bisherigen Veranstaltungen jederzeit zum Dialog mit den hiesigen Landwirten bereit, aber bitte nicht in Form einer solchen Aktion bei den Privatadressen von ehrenamtlichen Kommunalplitiker*innen“, macht Diethelm Krause-Hotopp von den Cremlinger GRÜNEN klar. Es könnte der Eindruck entstehen, dass gezielt Personen eingeschüchtert werden sollen, um unliebsame Kritik zu unterdrücken.

Unklar ist, wieso sich Landwirte aus Salzgitter Sonntagmorgens auf den Weg in den Nordosten des Landkreises Wolfenbüttel machen, um dort an einer Privatadresse eine Aktion zu starten zu einer Pressemitteilung, die in keinem Medium in der Stadt Salzgitter erschienen ist.

Die Cremlinger GRÜNEN werden demnächst zu einer Landwirtschaftsveranstaltung einladen mit grünen Politiker*innen und Landwirtschaftsexpert*innen auf dem Podium. Natürlich wird diese Einladung auch an die Landwirte aus Salzgitter gehen, um sie in den Dialog miteinzubeziehen.

01.12.2019

Anzeige der Cremlinger GRÜNEN

16.10.2019

Cremlinger Grüne erfreut: Bus fährt wieder bis zum Braunschweiger Bahnhof

Foto (Grüne):Die Cremlinger Grünen an der Bushaltestelle in Schulenrode freuen sich, dass die Buslinie 430 nun wieder bis zum Bahnhof fährt. V.l.: Diethelm Krause-Hotopp, Bernhard Brockmann, Ulrike Siemens, Christian Rothe-Auschra und Horst Gilarski.

 „Das ist mal eine gute Nachricht von der Braunschweiger Verkehrs-GmbH(BSVG),“ so Christian Rothe-Auschra, Bürgermitglied der Grünen im Cremlinger Umweltausschuss. Ab 3. Oktober fährt der Bus der ehemaligen Linie 452, jetzt neu Linie 430, wieder bis zum Bahnhof, wie es früher üblich war. Damit ist eine wichtige Forderung der Cremlinger Grünen endlich verwirklicht worden.

Die Fraktion der Grünen im Cremlinger Gemeinderat wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass Busfahren attraktiver und billiger werden muss. „Wenn die Klimakatastrophe verhindert werden soll, muss dazu auch der Öffentliche Nahverkehr einen wichtigen Beitrag leisten“, so Fraktionsvorsitzender Diethelm Krause-Hotopp.

So müsste nach Ansicht der Grünen die Preisstruktur auch eine Vernetzung zwischen den Ortschaften der Gemeinde Cremlingen geschaffen werden, z.B. durch Anrufsammeltaxis. Für den bevorstehenden Winter fordern die Grünen, dass beim Umsteigen in BS-Helmstedter Str. die Bahn/der Bus zum Einsteigen vor Beginn der Abfahrt geöffnet werden sollten. Ebenfalls sollte es eine Busverbindung bis Königslutter geben. Dringend wären auch die Situation am Bahnhof Schandelah und Weddel zu verbessern.

Foto (Grüne): An der B1 - Abzweig Schulenrode/Friedwald soll nach Auffassung der Cremlinger Grünen ein Kreisel für mehr Sicherheit sorgen. V.l. Horst Gilarski, Ulrike Siemens, Bernhard Brockmann, Christian Rothe-Auschra und Diethelm Krause-Hotopp.

Kreuzung Schulenrode – B1 soll sicherer werden

Cremlingen. Auf Initiative von Bündnis 90/DIE GRÜNEN brachte die Gruppe SPD/Grüne einen Antrag in den Cremlinger Gemeinderat ein, in dem der „Maßnahmenkatalog“ des Ortsrates Schulenrode vom 8. Mai 2019 zur Verkehrssituation Kreuzung B1 Abzweig Schulenrode unterstützt wird. Nach zahlreichen Unfällen forderten die Grünen bereits in den 80er Jahren einen Kreisel für diese Kreuzung. Zu mehr als einem Stoppschild konnte sich damals die Straßenbehörde des Landes aber nicht durchringen.

Da sich in letzter Zeit wieder mehrere Verkehrsunfälle u.a. mit Todesfolge ereigneten, beschloss der Ortsrat Schulenrode einen Maßnahmenkatalog, in dem u.a. ein Kreisel gefordert wird. Dadurch könnten derzeitige Probleme mit hohen Geschwindigkeiten, Überholen von Abbiegern sowie das Überqueren der B1 von Fußgängern und Radfahrern gelöst werden....   Mehr »

„Mehr für Schmetterlinge tun! Lasst Brennnesseln stehen!“

Auch im heimischen Garten oder auf dem Balkon: „Mehr für Schmetterlinge tun! Lasst Brennnesseln stehen!“

Destedt. Die Cremlinger Grünen hatten zu einer Schmetterlingsexkursion mit dem Biologen Tobias Münchenberg, der auch Bürgermitglied im Cremlinger Umweltausschuss ist, nach Destedt eingeladen. Vom Parkplatz an der Destedter Elmstraße ging es ins Tal bis zur ehemaligen Trafostation. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sahen nicht nur heimische Schmetterlinge, sondern bekamen auch noch zahlreiche Informationen über das Leben dieser wunderschönen Insekten. Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Landkärtchen, Kohlweißling, Admiral, C-Falter, braunkolbiger Dickkopffalter, Diestelfalter, Ochsenauge, Kleiner Eisvogel und sogar der seltene Große Schillerfalter konnten beobachtet werden. Wie für viele Insekten haben sich auch Schmetterlinge die Lebensräume in den letzten Jahren verschlechtert. Hauptgrund hierfür ist meist die intensive landwirtschaftliche Nutzung. Die regelmäßig abgemähten Wegränder von Feldwegen stehen hier besonders im Fokus, sind sie doch meist die einzig verbliebenen Orte in der Landschaft, wo Falter noch Blüten zur Nahrungsaufnahme finden und sich ihre Larven entwickeln können. Was kann der Einzelne zur Verbesserung tun? Ein schmetterlingsfreundlicher Garten ist ein vielfältiger, bunter Garten. Die verschiedenen Lebensstadien einer Schmetterlingsart sind oft auf unterschiedliche Pflanzen und Standorte angewiesen. Ein Wildblumenbeet wäre ein guter Anfang, auch in Kübeln oder Blumentöpfen ist das möglich. Heimische Stauden werden auch gern angenommen. Beliebt sind auch die Küchenkräuter wie z.B. Oregano. Die nektarreichen Blüten duften wunderbar und sind gute Futterspender für Schmetterlinge. An Möhren, Dill oder Petersilie entwickeln sich die Raupen des Schwalbenschwanzes. Je vielfältiger die Pflanzenwelt, desto mehr Schmetterlinge finden Nahrung. „Lasst Brennnesseln im Garten stehen“, fordert Tobias Münchenberg, denn die Raupen von Tagpfauenauge, Landkärtchen, Kleinem Fuchs, C-Falter und Admiral leben daran. An Wilden Möhren, Dill oder Petersilie entwickeln sich die Raupen des Schwalbenschwanzes. Am weitaus wichtigsten für die Erhaltung unserer Schmetterlinge sind magere, extensiv bewirtschaftete Wiesen! Auch wer seinen Rasen nur in Teilen mäht, tut Schmetterlingen Gutes! Fotos (Diethelm Krause-Hotopp): Im Rahmen der Schmetterlingsexkursion zeigt Tobias Münchenberg (Bildmitte) den Teilnehmern den Kleinen Eisvogel.

Tempo 30 in Destedt Stellungnahme

Destedt, den 13.07.2019

Stellungnahme der Destedter Grünen zu den WZ-Artikeln „Bürger beklagen Raserei in den Ortsteilen“ vom 13.7. und „Auf Ortsdurchfahrt wird Tempo gemacht“ vom 17.7. Sehr geehrte Damen und Herren, zu obigem Beitrag bitten wir um Veröffentlichung unserer Stellungnahme. Mit freundlichen Grüßen Dr. Sabine Auschra Dem Inhalt der WZ-Artikel „Bürger beklagen Raserei in den Ortsteilen“ vom 13.07. und „Auf Ortsdurchfahrt wird Tempo gemacht“ vom 17.7. können wir Destedter Grüne nur beipflichten. Auch bei uns im Ort wird viel gerast. Wir haben schon seit Jahren eine Begrenzung auf Tempo-30 für die Durchgangsstraße auf der B1 nach Hemkenrode gefordert. Ein entsprechender Ortsratsbeschluss erfolgte 2015. Trotzdem hat die Wolfenbütteler Straßenbehörde nach einer Verkehrsschau eine Tempo-30-Begrenzung abgelehnt, obwohl aus unserer Sicht die Schul- und Kindergartenkinder, die die Straße täglich überqueren, stark gefährdet sind. An der zentralen Kreuzung im Ort, am Haus der Vereine, ist es in den letzten Jahren mehrfach zu Unfällen gekommen. Ähnlich wie der Atzumer Bürgermeister wünschen wir uns hier einen Kreisel – der aber bisher aus Kostengründen abgelehnt wurde. Auch die Verschwenkung der Ortsdurchfahrt in Destedt sorgt nur für eine geringe Verlangsamung des Verkehrs, viele Autofahrer geben danach wieder Gas. Es gibt noch mehr Argumente für eine Einführung des „Tempo 30“: So hat sich in Graz dadurch der Stickoxidausstoß um ein Viertel reduziert, und nach einer schwedischen Studie sank durch ein entsprechendes Tempolimit das Verletzungsrisiko um 65, das Todesfallrisiko um 85 Prozent! Sabine Auschra und Diethelm Krause-Hotopp, Destedt

20. Vogelstimmenwanderung am Destedter Elmrand

Destedt, den 05.05.2019

 

„Lasst wilde Ecken in den Gärten!“ Destedt. Zur 20. Vogelstimmenwanderung in Destedt konnten die Destedter Grünen erstmals Anne Denecke von der DRAUSSEN Wildnisschule aus Braunschweig als sachkundige Exper-tin gewinnen. Die zweistündige Wanderung führte entlang des Elmrandes. Beim anschließenden Frühstück wurde weiter gefachsimpelt. Während der Wanderung wurden die verschiedenen Gesänge erhöht und zugeordnet. Zur Zeit befinden sich etliche Vögel noch in der Paarungszeit. So konnten die Revierkämpfe von Buch-finken und Amseln beobachtet werden. Für die Anfänger waren die Rufe von Zilpzalp, Amsel, Kohlmeise, Feldlerche, Zaunkönig, Girlitz und Goldammer gut zu erhören. Die Fortgeschritten versuchten sich in der Erkennung von Warnrufen. In diesem Jahr konnten nur 23 Vogelarten gesehen bzw. gehört werden, drei weniger als im letzten Jahr, so wenig wie noch nie. Die Feldlerche ist der Vogel des Jahres 2019. Er ist ein typischer Agrarvogel und war schon 1998 einmal Vogel des Jahres. Seitdem ist mehr als jede vierte Lerche in Deutschland ver-schwunden. Die Feldlerche soll als Jahresvogel stellvertretend und anklagend für die katastro-phale Landwirtschaftspolitik in Berlin und Brüssel stehen. Der Himmel über unseren Feldern ist stummer geworden. Unter der industriellen Landwirtschaft, weniger Wiesen und Weiden, der zunehmenden Betonierung von Grundstücken (Schottergärten) und dem fehlenden Nisthöhlen-angebot leide die Vogelwelt in besonderem Maße. Durch bewusst unaufgeräumte Ecken, Laubholz und Hecken können Gartenbesitzer Lebens-räume für Vögel verbessern. Außerdem sollten sie auf chemische Pflanzenschutz- und Schäd-lingsbekämpfungsmittel verzichten; „Lasst wilde Ecken in den Gärten!“ empfehlen die Grünen. Foto: Anne Denecke (4.v.links mit Mütze) führte die Vogelstimmenwanderung am Elmrand.

Die Straßenausbaubeitragssatzung der Gemeinde Cremlingen soll reformiert werden

Pressemitteilung vom 23.07.2019

Der Gemeinderat der Gemeinde Cremlingen hat mit den Stimmen der Gruppe SPD/Grüne in seiner Sitzung am 02.07.2019 mehrheitlich beschlossen, dass die Straßenausbaubeitragssatzung (STRABS) aus dem Jahr 1976 grundsätzlich beibehalten, aber reformiert werden soll. Die Gruppe SPD/Grüne hat sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht und ist erst nach langen Diskussionen und Abwägen aller Argumente zu dem Ergebnis gelangt, dass dies der beste und gerechteste Weg für alle Bürger der Gemeinde Cremlingen ist. Ausgangspunkt der Überlegungen war dabei, dass der gute Zustand der Gemeindestraßen auch zukünftig gewährleistet sein soll und dass dies zwangsläufig Geld kostet. Die entscheidende Frage war daher, welche Form der Finanzierung der Straßensanierungen die sinnvollste und die gerechteste ist. Als denkbare Finanzierungsmodelle stehen sich dabei vor allem die Finanzierung über eine Erhöhung der Grundsteuer für alle Grundstückseigentümer der Gemeinde oder die bisherige Finanzierung teilweise aus Steuermitteln und teilweise aus Beiträgen der direkten Straßenanlieger gegenüber. Dabei haben die letzten 43 Jahre gezeigt, dass sich die teilweise Finanzierung über Straßenausbaubeiträge der Anlieger grundsätzlich bewährt hat. Aus den von der Gemeindeverwaltung vorgelegten Zahlen ergibt sich, dass der Durchschnitt der Anliegerbeiträge in den letzten 11 Jahren bei ca. 1.500 € pro betroffenen Anlieger gelegen hat. Von 272 Beitragsbescheiden seit 2013 haben 73,90 % der Anlieger (201 Bescheide) unter 2.500 € und weitere 17,65 % (48 Bescheide) zwischen 2.500 und 5.000 € Beitrag zahlen müssen. Die Beiträge über 10.000 € (4,41 %) sind zudem fast ausschließlich für landwirtschaftliche Betriebe mit sehr großen Grundstücken und Gewerbebetriebe angefallen. Gibt es überzeugende Gründe von dieser langjährig bewährten Form der Finanzierung abzuweichen? Nach langer Diskussion meinen SPD und Grüne: nein. Eine von den Gegnern der STRABS immer wieder heraufbeschworene Existenzgefährdung der betroffenen Anlieger dürfte schon im Hinblick auf die vorstehend genannten Zahlen in der Mehrzahl der Fälle nicht gegeben sein. Diese ließe sich aber auf jeden Fall mit einer Reform der STRABS (Ratenzahlung über bis zu 20 Jahre bei einer Verzinsung bis max. 3 %) vermeiden. Auch das Problem, dass gerade ältere Anwohner von den Banken unter Umständen nur schwer einen Kredit zur Finanzierung ihres Anliegerbeitrags erhalten würden, wäre mit dieser Reform vom Tisch. Bleibt die Frage nach der Gerechtigkeit der Beteiligung der Anlieger an den Straßenausbaukosten. Hier ist aus Sicht der SPD/Grünen-Gruppe zu berücksichtigen, dass auch die bisherige STRABS bereits mehrere Kategorien unterscheidet. In einem reinen Wohngebiet zum Beispiel, in dem fast ausschließlich Anwohner-, Besucher- und Versorgungsverkehr stattfindet, erscheint eine Anwohnerbeteiligung von 75 % durchaus angemessen. In den anderen beiden Kategorien mit unterschiedlichen Stärken von Durchgangsverkehr liegen die Beteiligungen der Anlieger noch einmal deutlich niedriger. Außerdem können die Straßenausbaubeiträge anders als die gegebenenfalls zu erhöhende Grundsteuer nicht auf die Mieten umgelegt werden. Da es aus Sicht von SPD und Grünen eines der vorrangigen Zeile auch der Kommunalpolitik sein sollte, der Bevölkerung bezahlbaren (Miet-)Wohnraum zur Verfügung zu stellen, wäre eine solche indirekte Erhöhung der Mieten der falsche Weg. Schließlich hat sich in der Vergangenheit auch gezeigt, dass die frühzeitige Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an den geplanten Sanierungsmaßnahmen dazu geführt hat, dass die Sanierungsmaßnahmen in einer sinnvollen und von den Anwohnern akzeptieren Form (Beton oder Granit?) durchgeführt wurden. Ob dies bei einer reinen Steuerfinanzierung immer der Fall wäre, muss bezweifelt werden. Trotzdem kann es in Einzelfällen bei der Erhebung der Straßenausbaubeiträge zu Ungerechtigkeiten oder besonderen Belastungen für einzelne Anlieger kommen. Deshalb wurde beschlossen, die bestehende STRABS zu reformieren und dabei die von der Landesregierung geplanten neuen Regelungen im Nds. Kommunalabgabengesetz zu nutzen. So soll bei finanziellen Härten die Möglichkeit der Ratenzahlung über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren verbunden mit einer Verzinsung von bis zu max. 3 % eröffnet werden. Außerdem soll eine Entlastung insbesondere für die Eigentümer von Eckgrundstücken und durch eine Tiefenbegrenzung erfolgen und generell wird die Höhe der prozentualen Beteiligung der Anlieger in allen Fallgestaltungen noch einmal zu prüfen sein. Wenn demgegenüber von der CDU/FDP-Gruppe ohne konkreten Vorschlag einer Gegenfinanzierung pauschal die Abschaffung der STRABS gefordert wurde, konnten SPD und Grüne dem nicht zustimmen. Dieser Vorschlag wäre nur dann ernsthaft zu erwägen gewesen, wenn die daraus resultierenden Einnahmeverluste realistisch gegenfinanziert wären. Hierzu hat die CDU/FDP-Gruppe zunächst in der Begründung ihres Antrages auf eine mögliche Erhöhung der Grundsteuern hingewiesen, dies aber in der Ratssitzung nicht mehr weiterverfolgt. In dieser Sitzung wurde vielmehr nur pauschal mit einer nicht bezifferten Einsparung von Verwaltungskosten durch die Abschaffung der STRABS, behauptete Mehreinnahmen durch den möglichen Zuzug von Neubürgern in die Gemeinde Cremlingen und eine Kürzung des Bürgerhaushaltes argumentiert. Mit dem einzigen konkreten und für sich genommen ohnehin nicht ausreichenden Vorschlag, der anteiligen Kürzung des Bürgerhaushalts um 50.000 €, können sich SPD und Grüne aber keinesfalls einverstanden erklären. Dieser Bürgerhaushalt, aus dem sehr unterschiedliche Dinge finanziert werden, die den Bürgerinnen und Bürgern der einzelnen Ortschaften wichtig sind, wie z.B. neue Bestuhlung und Beamer für Dorfgemeinschaftshäuser, Sitzbänke an Gehwegen, Hundekotstationen, Defibrilatoren oder Spielplatzausstattungen finanziert wurde, ist gerade erst vor ca. drei Jahren als Möglichkeit der unmittelbaren Beteiligung der Bürger an der politischen Willensbildung auf kommunaler Ebene eingeführt worden und sollte gerade in Zeiten wachsender Politikverdrossenheit beibehalten bleiben. (Dr. Peter Abramowski/Sprecher der Gruppe SPD/Bündnis 90-Die Grünen im Cremlinger Gemeinderat)

Cremlinger Rundschau Gedenkfeier am ehemaligen Konzentrationslager

WZ Landrätin: Empathie zeichnet gute Gesellschaft aus

Wolfenbüttler Zeitung Schüler arbeiten Geschichte auf

Mehr für die Umwelt und Jugend tun – Skateanlage für Cremlingen Cremlingen

Pressemitteilung Destedt, den 06. Juni 2019 Mehr für die Umwelt und Jugend tun – Skateanlage für Cremlingen Cremlingen.

Auf ihrer jüngsten Fraktionssitzung diskutierte die Ratsfraktion der Cremlinger Grünen mit Mitgliedern des Vereins Kickflip aus Cremlingen. Vor 10 Jahren wurde dieser Verein mit dem Ziel gegründet, auch in Cremlingen eine Skatebahn für Kinder und Jugendliche zu bauen. Trotz dieser langen Zeit ohne Erfolg gibt der Verein seine Idee eines sozialen Projektes für Kinder und Jugendliche nicht auf. Für Sigrun und David Windisch sowie Patrizia Brecht dauert die Entscheidung der Gemeinde aber zu lange. „Auf dem Platz sollte nicht nur skaten, auch BMX- oder Scooter fahren sollte möglich sein, auch ein Basketballfeld und eine Schutzhütte seien wünschenswert“, so der Jugendliche David Windisch. In seiner Ratssitzung vom 27. Februar 2018 war Bürgermeister Kaatz per Beschluss aufgefordert worden, „die notwenigen Schritte für die Beantragung von Fördermitteln für … den Skatepark durchzuführen“. Einigkeit herrscht in der Politik inzwischen über den Standort: ein Skatepark soll Im Moorbusche entstehen. Die Grünen versprachen, in den Gremien das Thema weiterhin auf der Tagesordnung zu halten, um einen baldigen Baubeginn zu erreichen. Weiterhin beschloss die Fraktion, auf den Bau weiterer Photovoltaik-Anlagen zu drängen. „Auf der Destedter Sporthalle hätte längst gebaut werden können“, so Christian Rothe-Auschra. Auch auf der Turnhalle in Hordorf sollte in diesem Jahr endlich gebaut werden. „Wir werden einen Prüfantrag einbringen, wo auf gemeindeeigenen Dächern weitere Anlagen gebaut werden können“, so Fraktionsvorsitzender Jochen Fuder. Weiterhin beschlossen die Grünen, dass die Gemeinde Cremlingen sich an der Kampagne „FairTrade Towns“ beteiligen und den Titel „Fairtrade-Gemeinde“ anstreben solle. Auch die tragischen Unfälle an der Kreuzung B1 –Schulenrode waren Thema. „Seit 1985 fordern Grüne dort einen Kreisel, aber die Straßenbehörde hält dies nicht für nötig. Ein Stoppschild und das wars“, kritisierte Fraktionssprecher Diethelm Krause-Hotopp die Straßenbehörde. Die Grünen werden einen entsprechenden Antrag einbringen. Foto (Ulrike Siemens): Die Cremlinger Ratsfraktion der Grünen im Gespräch mit Mitgliedern des Verein Kickflip, v.l.: David Windisch, Patrizia Brecht, Horst Gilarski, Sigrun Windisch, Bernhard Brockmann, Jochen Fuder, Christian Rothe-Auschra und Diethelm Krause-Hotopp.

Exkursion der Grünen in den Herzogsbergen

Pressemiteiliung vom 04.07.2019 Exkursion der Grünen in den Herzogsbergen

Mehr für den Wendehals tun! Cremlingen. Nach einem Beschluss des Wolfenbütteler Kreistages werden große Teile der Herzogsberge demnächst unter Naturschutz gestellt. Seit März 2004 ist der ehemalige Standortübungsplatz der Bundeswehr Landschaftsschutzgebiet und gehört zusätzlich in das europäische Schutznetz „Natura 2000“. Die Cremlinger Grünen haben diesen Prozess immer wohlwollend begleitet. Für die Cremlinger Grünen sind die Herzogsberge von besonderer ökologischer Bedeutung, dies gilt sowohl für den Wald als auch für die Wiesen, Weiden und Kleingewässer. „In unserem Kommunalwahlprogramm haben wir uns für die Umwandlung des Landschaftsschutzgebietes in ein Naturschutzgebiet ausgesprochen“, so Christian Rothe-Auschra von den Cremlinger Grünen. Bei einer Exkursion der Cremlinger Grünen mit Martin Steinmann, Vogelexperte des Naturschutzbundes Deutschlands (Nabu), in die Herzogsberge zeigte sich nun, dass es nicht immer leicht ist, Pflegemaßnahmen für eine breite Artenvielfalt richtig zu gestalten. Die Feldvögel des Offenlandes benötigen locker bewachsene Grasflächen und meiden Büsche und Bäume. Auf der anderen Seite gibt es eine Vielzahl seltener und für den Truppenübungsplatz typischer Vogelarten, die eher einen Lebensraum bevorzugen, bei dem sich solitäre Bäume und Sträucher mit freien Grasflächen abwechseln. Hier sind insbesondere die Arten Baumpieper, Neuntöter und Schwarzkehlchen zu nennen. Dieser Lebensraum wird aber auch vom Wendehals bevorzugt, eine Art, die in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen hat und in Niedersachsen auf der Roten Liste der vom Aussterben gefährdeten Vogelarten mit nur noch 120 Brutpaaren geführt wird. Diese Art hat es Herr Steinmann besonders angetan, da sie nur noch in sehr wenigen Gebieten in Niedersachsen vorkommt und neben dem richtigen Lebensraum von mageren Wiesen mit einzelnen Gehölzen auch noch Nisthöhlen benötigt. Nach der Entdeckung eines einzelnen Brutpaares im Jahr 2008 wurden zur Förderung des seltenen Vogels mittlerweile 62 Nisthöhlen aufgehängt. Dadurch haben sich 4 regelmäßige Brutpaare in den Herzogsbergen eingefunden. Leider fehlen dem Wendehals an vielen Stellen noch günstige Lebensbedingungen, um auch jedes Jahr erfolgreich brüten zu können. Denn diese Vögel brauchen niedrige Bäume/Sträucher, ein Stück vom Waldrand entfernt, um von dort aus auf kargem Boden, z.B. auf Wegen, nach den als Nahrung bevorzugten Ameisen zu jagen. Gerade der Wendehals als Kulturfolger ist die Nähe des Menschen gewohnt und würde sich an Spaziergängern kaum stören. „Es wäre sehr schön, wenn bei den zukünftigen Pflegemaßahmen in Randbereichen auch die Ansprüche dieser sehr interessanten Vogelart berücksichtigt würden, damit die Nistkästen nicht ganz umsonst aufgehängt wurden“, sagt Martin Steinmann. Foto (Martin Steinmann): Junger Wendehals wird beringt.

Längere Öffnungszeiten für Waldkindergarten

Datum 14.03.2019

Pressemitteilung

Im Rahmen ihrer Fraktionssitzung konnten die Cremlinger Grünen die Leiterin des Waldkindergartens in den Cremlinger Herzogsbergen, Patrizia Brecht, begrüßen. Seit fast 11 Jahren gibt es diesen Waldkindergarten, den gegenwärtig 15 Kinder von 8.00 bis 13.00 Uhr in den Herzogsbergen besuchen. Der Waldkindergarten ist eine Alternative zum allgemeinen Kindergarten. Frische Waldluft stärkt nachweislich die körperliche und seelische Gesundheit und besonders das Immunsystem. Das natürliche Spielmaterial des Waldes fördert die Phantasie und die Kreativität sowie die Grob- und Feinmotorik der Kinder. Aber auch der Wissensbereich kommt nicht zu kurz, Gedächtnis, Wahrnehmung und Sprache werden trainiert „Leider können wir gar nicht alle Kinder aufnehmen, da unsere Plätze begrenzt sind“, berichtete Patrizia Brecht. Gern würde sie längere Öffnungszeiten mit einem Mittagessen anbieten. Leider ist dies aufgrund der Rahmenbedingungen des Landes nicht möglich. „Die gesellschaftlichen Bedingungen haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Die Mehrheit der Kinder besucht Krippen, die längere Öffnungszeiten haben als wir. Nur wenige der Eltern möchten dann einen „Rückschritt“ machen, so Patrizia Brecht. Um in Zukunft in der Kitalandschaft attraktiv zu bleiben, müssen sich die Rahmenbedingungen sinnvoll anpassen. In vielen anderen Bundesländern haben Waldkindergärten längere Öffnungszeiten, teilweise bis 15 Uhr. Bisher sträubt sich die niedersächsische Landespolitik, eine Verbesserung herbeizuführen. „Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Öffnungszeiten auch in Niedersachsen den Bedürfnissen angepasst werden“, versprach Fraktionsvorsitzender Diethelm Krause-Hotopp.

Cremlinger Grüne diskutieren kontrovers zur geplanten Residenz am Gutspark

Datum 14.02.2019

Pressemitteilung

Geplante Residenz und Hotel am Gutspark 

Abbenrode: Auf ihrer jüngsten Mitgliederversammlung diskutierten die Cremlinger GRÜNEN über die Pläne, am Rande Destedts eine Seniorenresidenz mit Tagungs- und Wellnesshotel zu errichten. Jan-Christoph Friedrich, Mitbegründer der BI "Pro-Destedt", stellte den GRÜNEN aus seiner Sicht den geplanten Gebäudekomplex und mögliche Alternativen vor. Das bisher vom Investor favorisierte Baugebiet grenzt direkt an den Gutspark. Die Gebäude selbst, verbunden durch eine Tiefgarage (unterstes Stockwerk), hätten eine Fläche von etwa 105 x 120 Metern und eine Höhe von 15 Metern. Besonders bedenklich erschienen den Grünen mögliche ökologische Folgen: Würde sich ein über einhundert Meter breiter Betonriegel (Tiefgarage) auf den Wasserhaushalt des Schlossparks und seiner teils Jahrhunderte alten Bäume auswirken? Die Frage müsste durch Gutachten geklärt werden. Grundsätzlich sehen die Grünen weitere Bodenversiegelung kritisch. In der anschließenden Diskussion wurden diesen Bedenken auch positive Aspekte, z.B. mögliche Auswirkungen auf die Infrastruktur Destedts (Gaststätte, Laden) und zusätzliche Möglichkeiten, im Alter im Ort zu bleiben, gegenübergestellt. Die Diskussion innerhalb der Grünen ist noch nicht abgeschlossen. Im Rahmen der Bürgerversammlung am 20. Februar, 17 Uhr, in der Destedter Kirche erhoffen sie sich Antworten auf noch offene Fragen.

 

Datum 14.06.2018

Pressemitteilung

Cremlinger GRÜNE zu Schulbezirken Ein Thema auf der jüngsten Mitgliederversammlung der Cremlinger GRÜNEN war die im Kreis zur Debatte stehende Änderung der Schulbezirke für Haupt- und Realschulen. Da die ehemalige Haupt- und Realschule in Sickte zum Schuljahr 2018/19 Oberschule wird, muss für die Sickter und Cremlinger Kinder, die dann im fünften Schuljahr eine Haupt- oder Realschule anwählen, eine andere Schule gesucht werden. Der Kreis plant nun eine Schulbezirkssatzung, nach der diese SchülerInnen Schulen in Wolfenbüttel besuchen müssten. Die Cremlinger GRÜNEN setzen sich dafür ein, dass es diesen SchülerInnenn, ähnlich wie den GymnasialschülerInnenn, ermöglicht wird, auf Schulen in Braunschweig zu wechseln, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln deutlich besser und schneller zu erreichen sind. „Im Vordergrund sollte immer das Wohl der SchülerInnen stehen“, so Dr. Diethelm Krause-Hotopp. Generell wünschen sich die Cremlinger GRÜNEN eine deutlich mehr regional orientierte Schulpolitik, die nicht an Landkreisgrenzen endet, sondern den SchülerInnen in den jeweiligen Grenzregionen der Kreise und Städte größere Wahlmöglichkeiten einräumt. Als konkretes Ergebnis der Mitgliederversammlung ergab sich somit die Forderung an die Landrätin Christiana Steinbrügge, das Gespräch mit den Verantwortlichen in der Stadt Braunschweig zu suchen, um die Schulen gegenseitig für die Kinder aus dem Landkreis Wolfenbüttel und der Stadt Braunschweig zu öffnen.

Mehr Sicherheit für Radfahrende auf Cremlingens Straßen

Datum 18.06.2018

Pressemitteilung

Mehr Sicherheit für Radfahrende auf Cremlingens Straßen Viele Radfahrende fühlen sich auf den Durchgangsstraßen unserer Orte im gemischten Verkehr mit Kraftfahrzeugen unsicher oder bedrängt und weichen auf die Fußwege aus. Dies ist zum Teil nicht erlaubt und zudem keinesfalls sicher, wie eine Meldung der Wolfenbütteler Zeitung vom 25.05.18 einmal mehr belegt. Demnach wurde in Cremlingen ein Radfahrer von einem Autofahrer, der von seinem Grundstück auf die Straße fuhr, erfasst. Gemäß ADFC-Fahrradklimatest ist das „Fahren im Mischverkehr mit Kraftfahrzeugen“ eine der am meisten genannten Schwächen in Cremlingen. Der bundesweite Fahrradklimatest nennt dies ebenfalls als einen der häufigsten Missstände. Die Cremlinger GRÜNEN setzen sich deshalb für Maßnahmen zur Verkehrssicherheit für Radfahrende ein und regen an, mit nichtamtlichen Verkehrszeichen an den Durchgangsstraßen auf den erforderlichen Abstand zwischen Pkw und Fahrrad hinzuweisen.

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